Frequenzauktion: Mobilfunker streiten um einen Bereich

03.06.2015 | 09:26

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Mainz - Zurzeit kommen wieder Mobilfunklizenzen unter den Hammer. In der laufenden Versteigerung ist ein Frequenzbereich besonders begehrt.

Nach Runde 57 der vergangene Woche begonnenen Auktion hat der Frequenzbereich um 1,8 Gigahertz (GHz), der unter anderem für den schnellen Datenfunk LTE in städtischen Gebieten benutzt wird, die vergleichsweise höchsten Gebote auf sich gezogen. Für die zehn angebotenen Blöcke erreichten die Höchstgebote in diesem Bereich zusammen knapp 870 Millionen Euro, wie am Dienstag aus einer Übersicht auf der Webseite der Bundesnetzagentur hervorging. Das war mehr als das Doppelte der von der Behörde hier geforderten Mindestgebote.

Für alle angebotenen Frequenzen standen die Gebote von der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland zusammen bei gut 2,26 Milliarden Euro. Wann die Auktion endet, ist offen. In der Vergangenheit hatten ähnliche Versteigerungen mehrere Wochen gedauert.

Bei den wichtigen neuen Frequenzen um 700 Megahertz (MHz) halten die Bieter weiter still - seit Runde eins hält jeder der Konzerne bei jeweils zwei von sechs verfügbaren Blöcken das Höchstgebot, das aber jeweils nah am Mindestgebot von 75 Millionen Euro liegt. Die Frequenzen sind insbesondere für den Einsatz von schnellem mobilen Internet auf dem Land geeignet, weshalb die Bundesregierung in ihnen einen Schlüssel zur Breitbandversorgung sieht. Niedrigere Frequenzen haben höhere Reichweiten.