Die häusliche Pflege wird häufig ganz oder teilweise von Familienangehörigen durchgeführt. Die wenigsten Mitglieder dieses Personenkreises können eine Ausbildung in einem Pflegeberuf nachweisen. In diesem Fall spricht man von Laienpflege.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Die Aufgaben der Laienpflege
  3. Unterschied zur professionellen Pflege
  4. Die Leistungen der Pflegezusatzversicherung bei Laienpflege
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Pflegezusatzversicherung: Vergleich der Tarife

Das Wichtigste in Kürze

  • Laienpflege deckt in der Pflege den Bereich ab, der keine entsprechende Ausbildung benötigt.
  • Laienpflege kann sich rein darauf beschränken, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
  • Professionelle Pflegedienste decken heute das gesamte Angebot an Pflegeleistung ab.

Die Aufgaben der Laienpflege

Die Aufgaben der Laienpflege erstrecken sich auf die nicht-medizinische Unterstützung der zu pflegenden Person. Dabei stehen Dinge wie die Körperpflege, die Zubereitung und Verabreichung von Mahlzeiten oder einfach ein persönliches Gespräch oder ein Spaziergang im Vordergrund. Medizinische Handlungen wie Verbandswechsel oder die Vergabe von Medikamenten können auch dazu zählen. Ziel der Laienpflege im familiären Umfeld ist es, der zu pflegenden Person ein vertrautes Umfeld zu schaffen, respektive zu erhalten.

Für Laienpfleger, die auch außerhalb der Familie aktiv sind, bedeutet die Laienpflege häufig auch eine Verbesserung des Selbstwertgefühls durch die Hilfe, die anderen Personen zuteilwird.

Unterschied zur professionellen Pflege

Die professionelle Pflege, die von einem ambulanten Pflegedienst erbracht wird, erstreckt sich über das gesamte Pflegeangebot vom Spaziergang über Kochen und Haushalt bis hin zu medizinischer Unterstützung. Professionelle Pflegedienste bieten heute einen Service an, der alle Bedürfnisse aus einer Hand abdeckt. Dazu gehört allerdings auch, dass die Mitarbeiter, je nach Einsatz, die entsprechenden Qualifikationen aufweisen.

Die Leistungen der Pflegezusatzversicherung bei Laienpflege

Üblicherweise handelt es sich bei der privaten Pflegezusatzversicherung um ein Pflegetagegeld. Nur wenige Versicherer bieten noch, analog zur gesetzlichen Pflegeversicherung, eine Sachleistung an. Das Pflegetagegeld wird bei Eintritt der versicherten Pflegestufe monatlich in der vereinbarten Höhe ausbezahlt. Das private Pflegetagegeld steht zur freien Verfügung, kann also auch für die Bezahlung einer Laienpflege verwendet werden. Die Leistungen der privaten Pflegezusatzversicherung sehen grundsätzlich keine Einschränkung hinsichtlich des Verwendungszweckes vor.

Das Pflegetagegeld bewährt sich in der Regel, wenn die Angehörigen Leistungen für die zu pflegende Person wünschen, die über die Leistung der Pflegeversicherung hinausgehen. Dies trifft vor allem dann zu, wenn ausländische Pflegekräfte für eine Rund-um-die-Uhr Betreuung engagiert werden. Zwischen der höchsten Erstattung für Pflegegrad V bei häuslicher Pflege auch im Rahmen von Sachleistungserstattung und den Kosten für eine Dauerbetreuung liegt doch eine deutliche Differenz.

Pflegezusatzversicherung: Vergleich der Tarife

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