Sommerhitze: Ventilatoren deutlich günstiger als Klimaanlagen

25.06.2019

Bildquelle: ©Adobe Stock/Text: Verivox

Heidelberg – Bei sommerlicher Hitze sehnen sich viele nach einer Klimaanlage. Doch die ist nicht nur in der Anschaffung teuer, auch der Betrieb kostet jede Menge Strom. Die Energieexperten von Verivox haben die Kosten ermittelt.

Monatliche Stromkosten von über 70 Euro

Eine typische mobile Klimaanlage gibt es ab 250 Euro. Wird sie einen Monat lang täglich acht Stunden betrieben, verbraucht Sie bei einer durchschnittlichen Leistungsabnahme von 1.000 Watt insgesamt 240 Kilowattstunden (kWh). Im Bundesdurchschnitt kostet eine kWh Strom laut Verivox-Verbraucherpreisindex aktuell 29,74 Cent. Damit liegen die monatlichen Stromkosten für die Klimaanlage bei 71 Euro.

Günstigere Alternative: Ventilator

Ein Ventilator selbst kühlt zwar nicht, kann aber durch Luftbewegung für ein erträglicheres Klima sorgen und ist sowohl in der Anschaffung als auch im Stromverbrauch um ein Vielfaches günstiger. Ein typisches Gerät kostet um die 50 Euro und hat eine Leistung von rund 60 Watt. Wird es für einen Monat lang täglich acht Stunden betrieben, ergibt sich ein Stromverbrauch von 14 kWh, was Kosten von rund 4 Euro entspricht.

„Ein Klimagerät ist fünf Mal teurer als ein Ventilator und die Stromkosten betragen fast das Zwanzigfache“, sagt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. „Daher raten wir zum Ventilator. Außerdem sollten Verbraucher wo möglich Außenrollläden, -rollos oder Fensterläden installieren. Das ist mit Abstand die effektivste Form der Kühlung und darüber hinaus umweltfreundlich.“

Hintergrund: Klimageräte in Deutschland und weltweit

Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt in Deutschland bei rund 10 Grad Celsius. Das macht Klimaanlagen für die meiste Zeit des Jahres überflüssig. Entsprechend werden laut dem Umweltbundesamt nur ein bis zwei Prozent der Wohnfläche in Deutschland so gekühlt. Allerdings wird rund die Hälfte der Büro- und Verwaltungsgebäude klimatisiert.

Klimaanlagen sind vor allem in wärmeren Ländern verbreitet. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) entfallen zehn Prozent des weltweiten Stromverbrauchs auf Klimaanlagen. Bis zum Jahr 2050 wird eine Verdreifachung des Stromverbrauchs für diese Geräte prognostiziert.