Zinsen aktuell: Frustzinsen weiter auf dem Vormarsch

09.12.2016 | 10:31

Heidelberg. Verivox recherchiert die Tagesgeld- und Festgeld-Konditionen von rund 800 Banken und Sparkassen. Anbei finden Sie den aktuellen Zinskommentar.

„Die Zinsen für das Tagesgeld fallen ununterbrochen. Aktuell liegt der Durchschnittszins bei 0,05 Prozent (Anlagesumme 10.000 Euro). Auch das 2-jährige Festgeld sank zuletzt wieder. Von Juli bis Oktober hatte es einen leichten Zinsanstieg gegeben.

Mittelfristig deutet wenig auf die Zinswende hin. Nach Brexit-Votum und dem italienischen Nein zur Verfassungsreform dürfte der Euro weiter schwach bleiben.

Arbeitsplätze sicherer – Urlaub teurer

In der Euro-Zone profitiert davon die deutsche Exportwirtschaft. Die herrschende Stabilität macht Deutschland außerdem für Investoren attraktiv. In diesem Umfeld ist im kommenden Jahr kein Anstieg der Anlagezinsen zu erwarten. Hauskäufer, die noch eine günstige Immobilie ergattern, sind die Gewinner: Die Zinsen der Baufinanzierung dürften niedrig bleiben und testen eventuell neue Tiefstände aus.

Doch es gibt auch Verlierer: Dass der nächste Urlaub außerhalb der Euro-Zone teurer wird, lässt sich verschmerzen. Ärgerlicher sind die Frustzinsen, die weiterhin beim Tages- und Festgeld zu erwarten sind. Wer nach höheren Renditen sucht, sollte Investmentfonds als Beimischung fürs Depot in den Blick nehmen.

Als Basisinvestment eignen sich kostengünstige ETF, börsengehandelte Indexfonds. Die besten Fonds mit Fokus auf große Aktienwerte legten in den vergangenen 10 Jahren trotz Krisen um mehr als 150 Prozent zu. Im Ranking des Verivox-Fondsvergleichs werden über 28.000 Fonds nach den Kriterien Rendite und Volatilität sortiert.“