Mit dem Smartphone auf die Piste: Günstig surfen im Winterurlaub

22.12.2014 | 13:42

Heidelberg. Weihnachten naht – und der Berg ruft: Aufgrund der Wetterlage zieht es derzeit viele Wintersportler in ausländische Skigebiete, die Schneesicherheit versprechen. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox zeigt, wie Kunden mit der passenden Auslandsoption die Kosten ihrer Handyrechnung möglichst niedrig halten.

Spezielle Pakete oft günstiger als regulierter Tarif

Zum Telefonieren und Surfen im Ausland kann entweder die Standardoption des Anbieters oder ein zusätzlich angebotenes Auslandspaket genutzt werden. Letzteres ist auch innerhalb Europas meist die günstigere Alternative – trotz regulierter Roaming-Gebühren, die inzwischen auch die Kosten für das mobile Surfen deckeln. „Weil sich Preise und Leistungen der Auslandspakete teilweise stark unterscheiden, sollten Verbraucher schon vor Urlaubsantritt ein passendes Angebot auswählen. Denn der vom Anbieter voreingestellte Tarif muss nicht der günstigste sein“, sagt Telekommunikationsexperte Sven Ehrmann, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox.

In den Euro-Tarifen zahlen Nutzer seit Juli 2014 für ein Megabyte (MB) Datenvolumen 23,80 Cent. Das bedeutet zwar im Vergleich zu 2012 eine Preissenkung um fast 75 Prozent, doch es geht noch günstiger: Heute bekommt man Tagespauschalen mit 50 MB für weniger als 3 Euro oder Wochenpakete mit 150 MB für knapp 5 Euro. Dadurch ergeben sich Preisunterschiede von bis zu 8,90 Euro für 50 MB bzw. von ganzen 30 Euro für 150 MB.

Die wichtigsten Tipps für die passende Auslandsoption

Solche Auslandsoptionen verschaffen Kunden mehr Flexibilität und bieten insbesondere Vielnutzern ein erhebliches Sparpotenzial. Je nach Reisedauer lohnen sich Tages- oder Wochen-Flatrates, es gibt aber auch Pakete für einen ganzen Monat. Wer nur gelegentlich mobil surfen möchte, kann Tarife mit kleineren Inklusivbudgets buchen. In manchen Tarifen gibt es Auslandspakete sogar ohne Zusatzkosten.

Für die passende Tarifwahl ist neben der Länge des Aufenthalts außerdem wesentlich, ob das Reiseziel innerhalb oder außerhalb der EU liegt. Für Fernziele gibt es nämlich keine Regulierung und deshalb auch keine Kostendeckelung beim mobilen Surfen. Zu beachten ist weiterhin die Ländergruppen-Einteilung des Anbieters: So gilt etwa bei einem Urlaub in der Schweiz nicht automatisch der Euro-Tarif. „Verbraucher sollten außerdem darauf achten, ob Auslandspakete eine Mindestlaufzeit haben“, sagt Ehrmann. „Wer nicht regelmäßig ins Ausland reist, sammelt sonst unnötige Zusatzkosten an.“ Zum Versenden größerer Datenpakete empfehlen sich WLAN-Hotspots, etwa im Hotel.

So lässt sich die Auslandsoption buchen

Voraussetzung für jegliche Auslandsnutzung ist die Freischaltung für das so genannte International Roaming, das in den meisten Smartphone-Tarifen schon voreingestellt ist. Wer ein günstiges Auslandspaket buchen möchte, kann dieses in den meisten Fällen online abschließen. Vielfach gibt es auch Angebote per SMS direkt bei der Einreise – das gilt im Übrigen auch für Prepaid-Kunden. Die Buchung wird gewöhnlich durch den Anbieter bestätigt, dann muss über die Smartphone-Einstellungen nur noch das Datenroaming aktiviert werden.