Kohle statt Kippen: Mit dem Rauchstopp ein Vermögen sparen

28.05.2019 | 16:02

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Raucher gefährden nicht nur ihre Gesundheit, sondern lassen sich auch ein Vermögen durch die Lappen gehen. Das zeigen Verivox-Berechnungen anlässlich des Welt-Nichtrauchertags: Wer sein Geld in einen ETF-Sparplan investiert, statt Zigaretten davon zu kaufen, kann in 20 Jahren weit über 100.000 Euro Vermögen ansparen.

Raucher geben in 5 Jahren über 13.000 Euro aus

Die Zahl der Raucher ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Laut Statistiken der Weltgesundheitsorganisation greift aber immer noch etwa jeder vierte Deutsche über 15 regelmäßig zur Zigarette – mit weitreichenden Folgen nicht nur für die Gesundheit. Regelmäßiger Tabakkonsum belastet auch die Haushaltskasse ganz empfindlich.

Stolze 6,70 Euro kostet eine Schachtel mit 20 Marken-Zigaretten heute laut Deutschem Zigarettenverband. In den letzten 10 Jahren mussten Raucher im Schnitt jährliche Preiserhöhungen von 3,19 Prozent hinnehmen. Bei gleichen Steigerungen in der Zukunft gäbe ein Raucher, der eine Schachtel pro Tag raucht, 13.055 Euro in fünf Jahren für Zigaretten aus. Das entspricht in etwa dem Kaufpreis eines neuen Kleinwagens.

In einen Sparplan statt in Zigaretten investieren

Wenn Ex-Raucher das eingesparte Geld nicht einfach auf dem Girokonto lassen, sondern gewinnbringend anlegen, können sie noch mehr herausholen. „Für die regelmäßige Geldanlage ist ein ETF-Sparplan besonders gut geeignet“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.

Bei einem Konsum von einer Schachtel pro Tag sparen Ex-Raucher gut 204 Euro im Monat. Nach 20 Jahren können sie sich über ein Vermögen von 112.758 Euro freuen. Der Abzug von Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag ist dabei schon eingerechnet. Für die Modellrechnung wurde das Geld in einen ETF-Sparplan mit durchschnittlicher Dax-Rendite investiert. Historisch erzielten Anleger mit einem 15-jährigen Dax-Investment 6,54 Prozent Durchschnittsrendite pro Jahr. Die Sparraten wurden jährlich um 3,19 Prozent (durchschnittliche Tabakpreissteigerung) erhöht.

ETFs sind Indexfonds. Sie werden nicht aktiv verwaltet, sondern bilden einen großen Aktienindex wie den Dax nach. Dadurch kommen sie mit einem Bruchteil der Gebühren aus, die aktiv verwaltete Aktienfonds erheben. Weiterer Kostenvorteil: Viele Depotanbieter verzichten bei ETF-Sparplänen auf Ordergebühren. Bei langfristiger Anlage sinkt auch das Risiko von Kursverlusten: „Wer in die 30 Standardwerte des Dax investiert und seine Anteile mindestens 15 Jahre lang gehalten hat, musste noch nie Verluste hinnehmen“, sagt Oliver Maier.

Übrigens sparen Raucher auch an anderer Stelle. So zahlen Nichtraucher weniger als die Hälfte bei einer Risikolebensversicherung, mit der sie ihre Familien absichern