Deutsche müssen 11 Tage für ein iPhone arbeiten

05.11.2018 | 09:10

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Für das iPhone XS müssen Verbraucher in Deutschland durchschnittlich elf Tage arbeiten. Im weltweiten Vergleich ergibt sich ein extremes Spektrum: Während in Monaco lediglich drei Tage zum Erwirtschaften des neuesten Apple-Smartphones benötigt werden, sind es im Niger über vier Jahre. Für den iPhone-Index haben die Tarifexperten der Verivox-Gruppe iPhone-Kosten und Bruttonationaleinkommen der Nationen ins Verhältnis gesetzt.

Monaco, Liechtenstein und Schweiz bilden Top 3

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland auf Platz 21 – von insgesamt 98 Nationen, in denen das iPhone verkauft wird. Die Top 10 werden belegt von den Ländern mit den höchsten Bruttonationaleinkommen pro Kopf.

Knapp elf Tage – wie in Deutschland – arbeiten auch Verbraucher in Finnland und den Vereinigten Arabischen Emiraten für ein iPhone XS. Unsere Nachbarn in Österreich müssen zehn Tage schuften und landen im Vergleich auf Platz 19. Am längsten arbeiten Bürger in Madagaskar (rund 2,5 Jahre), Mosambik (gut 3 Jahre) und Niger (4 Jahre) für ein iPhone. 

Vorgänger iPhone 8: Nur acht Tage Arbeit in Deutschland

Für die aktuellen Apple-Modelle müssen Verbraucher weltweit mehr bezahlen denn je. Der Kaufpreis des iPhone XS liegt in Deutschland bei 1.149 Euro. Für das Vorgängermodell iPhone 8 aus dem Jahr 2017 wurden 799 Euro aufgerufen: Das derzeit günstigste Standardmodell des Herstellers ist über 43 Prozent bzw. 350 Euro teurer als der Vorgänger. Unterm Strich waren zum Erwirtschaften des iPhone 8 acht Arbeitstage für deutsche Verbraucher nötig – also immerhin drei Tage weniger als in der aktuellen Analyse. In der Schweiz wurden entsprechend aus 3,6 Arbeitstagen im Vorjahr fürs Vorgängermodell 5,4 Tage für das iPhone XS.

Apple weltweit Statussymbol – mit Preisunterschieden

Die Preisspanne fürs iPhone XS reicht aktuell von umgerechnet 923 Euro (in Kanada und den USA) bis über 1.340 Euro (in Marokko, Bolivien oder Guinea-Bissau). „Die unterschiedlichen Kaufpreise für ein Gerät haben zu großen Teilen mit Steuern und Importzöllen zu tun“, sagt Eugen Ostasch, Telekommunikationsexperte bei Verivox. „Apple bietet in Ländern mit geringerer Kaufkraft oft ein anderes Sortiment an, vergünstigt jedoch nicht die Ladenpreise.“

Zur Methodik

Preise wurden für 98 Länder recherchiert, in denen das iPhone verkauft wird. Ermittelt wurden die Kosten fürs iPhone XS in der Variante mit 64 GB Speicher. Sofern das Modell nicht erhältlich war, wurde der Preis eines Vorgängermodells gewählt (iPhone X oder iPhone 8, jeweils mit 64 GB). Der iPhone-Kaufpreis dividiert durch das Bruttonationaleinkommen (pro Kopf und Tag) des jeweiligen Landes ergibt die Anzahl der Arbeitstage, die für den iPhone-Kauf geleistet werden müssen. Die Werte abweichender Währungen wurden zunächst in US-Dollar und dann in Euro umgerechnet (Kurs vom 8. Oktober 2018). Die Mehrwertsteuer wurde berücksichtigt.