63 Strom- und 53 Gasanbieter kündigen Preiserhöhungen an

17.11.2011 | 12:22

Heidelberg -  Zum Dezember und Januar haben 63 Stromanbieter Preiserhöhungen von durchschnittlich 3 Prozent angekündigt. Im Gasbereich haben 53 Versorger Preiserhöhungen von rund 8 Prozent bekannt gegeben.

Strom

Die Preiserhöhungen im Bereich Strom bedeuten für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh eine jährliche Mehrbelastung von 32 Euro.

Die Preissteigerungen sind auf eine Erhöhung der Netzentgelte, die leicht gestiegene EEG-Umlage sowie auf höhere Einkaufspreise im Großhandel zurückzuführen. Wie stark und warum ein einzelner Stromanbieter die Preise erhöht, hängt jedoch von der individuellen Einkaufspolitik ab. Zusätzlich spielt es eine Rolle, ob der Anbieter eher auf eine Erhöhung des Kundenstammes oder den Ausbau der Gewinnmarge aus ist.

Gas

Die Gaspreissteigerungen von durchschnittlich 8 Prozent schlagen sich für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh in jährlichen Mehrkosten von 112 Euro nieder.

Die Preiserhöhungen dürften zum größten Teil der Ölpreisbindung geschuldet sein, in deren Rahmen die Gaspreise an die Entwicklung der Heizölpreise gekoppelt werden. Diese Preisbindung hat im Laufe der letzten beiden Jahre zwar an Bedeutung verloren, doch ein großer Teil der Bezugsverträge von Gasanbietern enthalten nach wie vor entsprechende Preisanpassungsklauseln. Da die Ölpreise im Laufe des Jahres auf einem hohen Niveau geblieben sind, geben diese Gasversorger die erhöhten Bezugskosten entsprechend weiter.

Preise vergleichen und Erhöhungen umgehen

Die angekündigten Preiserhöhungen können durch den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter in der Regel mehr als wett gemacht werden. Daher sollten alle Verbraucher, die von den aktuellen Preiserhöhungen betroffen sind, die verfügbaren Angebote prüfen und zu einem günstigeren Versorger wechseln.