Weihnachten am Strand: Tipps für den Urlaub in der Ferne

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Heidelberg – Deutschland ist fest in der Hand des nasskalten, regnerischen und frostigen Wetters. Da wünscht man sich den Sommer zurück.

Kein Problem: Dann packen Sie doch einfach Ihren Koffer und entfliehen den anhaltenden Regenschauern und winterlichen Temperaturen mit einer Reise ins Warme: nämlich dorthin, wo jetzt noch die Sonne am Himmel lacht und das Meer mit angenehmen Badetemperaturen lockt! Doch der Trip in die sonnige Ferne sollte gut geplant und vorbereitet sein, um sich so vor unangenehmen Überraschungen zu schützen.

Tipp: Auf einer Fernreise sollten Sie unbedingt Hygiene-Regeln wie regelmäßiges Händewaschen einhalten und nur bestimmte Lebensmittel vor Ort genießen.

Tipp 1: Vor dem Abflug – richtig vorbereitet sein

Ist mein Reisepass noch gültig?

Bei der Einreise in die meisten außereuropäischen Länder benötigen Sie einen gültigen Reisepass. Dieser sollte auch nach der Abreise aus dem Urlaubsland noch mehrere Monate gültig sein. Ist Ihr Reisepass beschädigt oder abgelaufen und damit ungültig, sollten Sie sich so schnell wie möglich an Ihre Ausweisbehörde vor Ort wenden.

Benötige ich bestimmte Impfungen?

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, heißt hier unser Rat. Denn Vorsorge ist besser als Nachsorge, und wer in bestimmte, tropische Länder reist, sollte sich frühzeitig vor Reisebeginn – spätestens jedoch einen Monat vorher – von seinem Hausarzt oder seinem Apotheker des Vertrauens reisemedizinisch beraten lassen. In einem persönlichen Gespräch können Fragen, mögliche gesundheitliche Gefahren und individuelle Besonderheiten der Reise geklärt werden. Vorab können Sie sich auf den Web-Seiten des Auswärtigen Amtes oder des Robert Koch-Institutes über empfehlenswerte Impfungen und Präventionsmaßnahmen informieren.

Was gehört in die Reiseapotheke?

Eine sorgfältig gepackte Reiseapotheke gehört zu jeder Reise dazu. Packen Sie auf jeden Fall Medikamente gegen Schmerzen, Fieber, Durchfall, Erkältung, Reiseübelkeit, Sportverletzungen, Verdauungsbeschwerden und eventuell Lippenherpes ein; aber auch Insektenschutzmittel, eine Wund- und Heilsalbe sowie Sonnenschutzmittel und Cremes gegen Sonnenbrand sollten nicht fehlen. Individuelle Medikamente, die Sie täglich einnehmen müssen, packen Sie am besten ins Handgepäck – doch Vorsicht: Für einige Betäubungs- und Beruhigungsmittel ist eine Bescheinigung des Arztes über die notwenige Einnahme für den Zoll erforderlich, möglichst auch in englischer Sprache.

Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung?

Zahlreiche Experten empfehlen vor einer Reise ins Ausland, eine entsprechende Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen. Diese übernimmt unter anderem die Kosten für mögliche Arztbesuche am Urlaubsort, notwendige Klinikaufenthalte oder – wenn nötig – auch den Rücktransport nach Deutschland. Für Frühbucher empfiehlt sich ebenfalls der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, vor allem dann, wenn die Reise hochpreisig ist.

Kann ich mein Handy oder Smartphone auch im fernen Ausland nutzen?

Wer in seinem Urlaub auf sein Handy oder Smartphone nicht verzichten möchte, sollte sich frühzeitig vor der Abreise an seinen Mobilfunk-Anbieter wenden und nachfragen, wie teuer das Telefonieren oder Surfen im ausländischen Netz am Urlaubsort werden kann. Anfallende Roaming-Kosten außerhalb von Europa sollten Sie keinesfalls unterschätzen – die können schon mal mehrere hundert Euro betragen. Häufig kann für den Zeitraum des Aufenthaltes ein entsprechendes Roaming-Paket abgeschlossen und aktiviert werden – darin enthalten sind Freiminuten für Telefonate und auch ein Datenvolumen fürs Internet. Hier kann die Ersparnis bis zu 99 Prozent betragen.

Tipp 2: Über den Wolken: Trinken, bewegen, schlafen

Bevor Sie am feinsandigen Traumstrand entspannen können, müssen Sie erstmal die „Hürde“ Langstreckenflug meistern – acht bis zehn Stunden können Sie da schon mal in der Luft sein. Das lange Sitzen und die Klimaanlage im Flugzeug – teilweise fällt die Luftfeuchtigkeit in der Kabine auf weniger als 20 Prozent – sind Stress für unseren Körper. Daher heißt es für Sie auf langen Flugstrecken: trinken, trinken, trinken – aber nicht gleich die Bar plündern. Alkoholische Getränke meiden Sie besser auf einem Langstreckenflug, stilles Mineralwasser und Saftschorlen sind die besseren Alternativen.

Für die unterhaltsame Abwechslung auf Langstreckenflügen bieten zahlreiche Airlines entsprechende Programme – auf sogenannten Inseat-Entertainment-Systemen – an. Auf den kleinen, in den Sitz integrierten Bildschirmen können Sie sich aktuelle (Kino-)Filme und TV-Serien anschauen oder sich über Ihr Reiseland informieren. So lässt sich wunderbar die lange Flugzeit vertreiben. Aber Achtung: Zu langes Sitzen, insbesondere bei Langstreckenflügen, erhöht die Gefahr einer Thrombose. Heißt für Sie: Bewegung muss sein, auch im Flugzeug! Also zwischendurch – aber mindestens einmal pro Stunde – aufstehen, ein paar Runden im Flieger den Gang entlang gehen oder in einer ruhigen Ecke ein paar Kniebeugen machen; das bringt den Kreislauf wieder in Schwung.

Wichtig ist auch die richtige Wahl der Kleidung. Bequem, locker und gemütlich sollte diese sein – und wem während eines Fluges leicht kalt wird, der packt lieber noch ein paar dicke Socken, einen Pulli oder eine kleine Wolldecke ein. Übrigens: Fluggäste, die aufgrund des langen Sitzens schnell zu dicken Beinen oder Füßen neigen oder anfällig für Thrombosen sind, sollten auf jeden Fall Kompressionsstrümpfe anziehen.

Nutzen Sie den langen Flug, um sich auf die Zeitumstellung am Urlaubsort einzustellen. Versuchen Sie, zu schlafen. Das ist zwar nicht immer einfach, aber es ist die einfachste Art, bereits in der Luft Ihren Körper an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen. Dazu am besten ein aufblasbares Nackenkissen, eine Schlafmaske und auch Ohrenstöpsel ins Handgepäck einpacken.

Auch an Zahnpasta, Zahnbürste, Mini-Deodorant, Feuchtigkeitscreme und Make-up sowie einen Kamm oder eine Bürste und ein erfrischendes Parfüm sollten Sie im Handgepäck dabei haben. Dann können Sie auch nach den vielen Stunden Flug einigermaßen erfrischt aus dem Flieger steigen. Beachten Sie jedoch hierbei unbedingt die Vorschriften der Fluggesellschaften für das Handgepäck!

Tipp 3: Fremdes Land, fremdes Essen: „Cook it, peel it or forget it.“

„Koch es, schäl es oder vergiss es“: An dieses Motto sollten Sie sich unbedingt halten – insbesondere dann, wenn Sie außerhalb des Hotels einen einheimischen Snack genießen wollen; heißt für Sie im Klartext: Essen Sie nur gekochte Speisen oder geschältes Obst; alles andere wie Salate, rohes Gemüse, kalte Dips, Mayonnaise oder Früchte, die sich nicht schälen lassen, sollten Sie besser liegen lassen. Aber auch auf Speiseeis, Eiswürfel in Getränken, Pudding sowie rohe Fleisch- oder Fischspeisen sollten Sie verzichten.

Leitungswasser ist ebenfalls tabu. Wenn Sie Durst haben oder sich die Zähne putzen wollen, greifen Sie nur zu industriell hergestelltem Mineralwasser. Achten sie darauf, dass die abgefüllten Flaschen oder Packungen beim Kauf original verschlossen und versiegelt sind.

Außerdem sehr wichtig: Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife die Hände – sowohl nach einem Besuch auf der Toilette als auch vor dem Essen.

Tipp 4: Immer noch müde: Wie Sie den Jetlag bewältigen

Zu einer Fernreise gehört er (leider) genauso dazu wie der Flug selbst: der Jetlag. Verhindern können Sie den „Zeitzonenkater“ nicht, aber wenn Sie ein paar Tipps und nützliche Hinweise auf Ihrer Reise beachten, haben Sie ihn besser im Griff und können den Urlaub in der Ferne schneller und besser genießen.

Was ist der Jetlag?

Der Jetlag ist ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus unseres Körpers. Hervorgerufen wird er durch eine schnelle Reise über mehrere Zeitzonen hinweg. Ihre innere Uhr ist dann bei der Ankunft nicht an die Zeit am Urlaubsort gewöhnt – und muss erst noch „synchronisiert“ werden. Symptome des Jetlags sind Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Appetitlosigkeit und eine geringere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.

Doch jeden trifft der Jetlag anders – den einen mehr, den anderen weniger. Aber sicher ist: Je weiter Sie fliegen, desto größer ist die Differenz zwischen Ortszeit und innerer Uhr. Aber erwiesen ist, dass ein Flug gen Westen dem Körper weniger Probleme bereitet als ein Flug gen Osten. Denn normalerweise ist es einfacher, länger wach zu bleiben – so gleichen Sie den Jetlag bei einem Flug in westlicher Richtung aus –, als sich früher schlafen zu legen, wie es bei einem Flug in östlicher Richtung erforderlich ist.

  • Stellen Sie Ihre Uhr bereits während des Fluges auf die Ortszeit um – dann können Sie sich schon mal an das neue Zeitgefühl gewöhnen.
  • Trinken Sie schon im Flugzeug viel Mineralwasser oder Saftschorlen, möglichst ohne Kohlensäure – das mindert die Beschwerden des Jetlags.
  • Passen Sie sich dem Lebensrhythmus am Urlaubsort direkt an – wer früh morgens ankommt, bleibt bis zum frühen Abend wach; wer erst am Abend das Urlaubsdomizil erreicht, lässt sich am besten direkt ins Hotelbett fallen.
  • Lassen Sie die ersten Tage ruhiger angehen, so gewöhnt sich Ihr Körper besser an das neue Umfeld – und wenn Sie wieder nach Hause fliegen, planen Sie einen Puffer von zwei bis drei Tagen ein, bevor Sie sich wieder in die Arbeit stürzen.
  • Gehen Sie raus an die frische Luft und machen Sie (Strand-)Spaziergänge, das belebt Körper und Geist – und gleichzeitig hemmt das Tageslicht die Produktion des Schlafhormons Melatonin im Körper.

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