Frühbucher vs. Last-Minute-Urlauber: Wann buche ich am günstigsten?

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Heidelberg – Es ist höchste Zeit, den Sommerurlaub zu planen. "Mitten im Winter", werden Sie fragen? Natürlich! Denn für Frühbucher-Sparfüchse ist genau jetzt die beste Zeit, um ihre sommerliche Auszeit zu buchen. Dagegen warten Last-Minute-Schnäppchenjäger mit der Buchung noch kurz bis vor Reisestart. Doch für wen lohnt sich die Buchung mehr: für Frühbucher oder für Kurzentschlossene?

Seit einigen Jahren konzentrieren sich die Reiseveranstalter auf zwei spezielle Kundengruppen: die langfristigen Frühbucher und die spontanen Last-Minute-Urlauber. Dementsprechend bieten sie für beide Buchungstypen exklusive Angebote und Rabatte an, um ihre verfügbaren Hotel- und Flugkontingente bestmöglich auszulasten.

Tipp: Wer bares Geld sparen will, bucht seine Reise online. Denn hier winken hohe Rabatte.

Traditionell veröffentlichen viele bekannte Reiseveranstalter im Herbst ihre Hotelangebote für die kommende Sommersaison und läuten damit schon vorzeitig den Sommer für Sparfüchse und Schnäppchenjäger ein. Denn wer sich frühzeitig entscheidet und eine Pauschalreise bucht, auf den warten besondere – teilweise auch exklusive – Rabatte.

Tipp 1: Sommer, Sonne, Strand und Meer: Warum den Sommerurlaub im Winter buchen?

Reiseveranstalter locken mit bis zu 40 Prozent Ermäßigung auf den Übernachtungspreis, mit einem Kinderfestpreis oder auch mit einem bis zu 100-prozentigen Kinderrabatt – heißt: Ihre Kinder übernachten so gut wie kostenlos. Auch spezielle Buchungsangebote sollen die Urlaubsentscheidung erleichtern, wie zum Beispiel der Rabatt "7=5" – das bedeutet: Sie buchen sieben Übernachtungen, zahlen aber nur fünf.

Die Erklärung für solche Frühbucherrabatte ist relativ einfach: Denn je früher eine Reise gebucht wird, desto besser und genauer können die Veranstalter die Kapazitäten der Flüge sowie die Kontingente der Hotelzimmer kalkulieren und planen. Je schneller und vollständiger diese Belegungsquote erfüllt wird, desto günstigere Konditionen erhalten die Reiseveranstalter von den Hotels und den Fluggesellschaften. Diese Sonderkonditionen – aufgrund einer frühzeitigen Planungssicherheit – geben sie dann in Form von exklusiven Frühbucherrabatten an ihre Kunden weiter.

Tipp 2: Familien oder Singles: Wer bucht besser früh, wer bucht besser spät?

Die Flexibilität, spontan und kurzfristig den Urlaub zu buchen, haben Familien – besonders mit schulpflichtigen Kindern – so gut wie kaum. Denn sie sind an die Schulferien gebunden, um gemeinsam dem Alltagstrott zu entfliehen. Singles oder Paare ohne Kinder sind dagegen viel flexibler und können schon mal kurzentschlossen ihre Koffer packen.

Familien planen besser langfristig

Für Familien empfiehlt es sich, ihren Urlaub besser langfristig zu planen – und vor allem frühzeitig zu buchen. Denn garantierte Frühbucher-Rabatte und Festpreise für Kinder schonen definitiv das Reisebudget. Außerdem haben Frühbucher einen weiteren, enormen Vorteil gegenüber den Last-Minute-Urlaubern: Beim Angebot an Hotels haben Sie noch die "Qual der Wahl". Daher gilt, je früher Sie sich entscheiden, desto größer ist noch die Auswahl an freien Hotels und an verfügbaren Zimmern, die Ihren Ansprüchen an einen erholsamen Familienurlaub – wie zum Beispiel eine kindgerechte Hotelanlage mit Mini- und Maxi-Club oder einem Strand mit flachem Wellengang – am ehesten entsprechen.

Übrigens: Je besser das Hotel von Kunden bewertet ist, desto schneller ist es auch ausgebucht – und Frühbucheraktionen sind zeitlich begrenzt, daher sollten Sie mit Ihrer Buchung nicht allzu lange warten.

Singles und Paare ohne Kinder sind flexibler

Wer seine Spontaneität beim Reisen behalten will und lieber kurzfristig seinen Urlaub bucht, der fährt am besten mit Last-Minute-Angeboten. Diese sind daher am ehesten für Singles oder Paare ohne Kinder – eventuell auch Familien mit Kleinkindern – geeignet, die nicht an vorgegebene Ferientermine gebunden sind.

Last-Minute-Reisen sind "Restposten"-Angebote, die die Reiseveranstalter zu ebenfalls günstigen Konditionen anbieten. Auch hier ist der Grund sehr einleuchtend: Nur so bleiben die Veranstalter nicht auf bereits vorab geblockten, aber nicht belegten Hotelzimmern oder Flügen sitzen.

Übrigens: Als Last-Minute-Urlauber müssen Sie – gegenüber Frühbuchern – gewisse Kompromisse bei der Reisezeit, beim Hotel und beim Urlaubsziel eingehen – denn meistens sind beliebte Hotels oder bestimmte Zimmer-Kategorien bereits ausgebucht.

Tipp 3: Urlaub gebucht: Wie sichern Sie sich vor und während der Reise bestens ab?

Vorfreude ist die schönste Freude. Dies gilt vor allem für Frühbucher, die ihre Wunschreise weit im Voraus buchen. Aber wer sich so frühzeitig verbindlich für eine Reise entscheidet, geht gleichzeitig ein gewisses persönliches Risiko ein. Denn unvorhersehbare Situationen wie Krankheit, Unfall oder Arbeitslosigkeit können zum einen die Urlaubsstimmung deutlich in den Keller sinken lassen und zum anderen ein tiefes Loch in die Haushaltskasse reißen – aufgrund einer erforderlichen Umbuchung oder Stornierung. Meist verlangen Reiseunternehmen für solche Vertragsänderungen hohe Gebühren. Um sich gegen solche finanziellen Forderungen abzusichern, sind Sie als Reisender gut damit beraten, eine entsprechende Reiserücktrittsversicherung vor dem Reiseantritt abzuschließen.

Gerüstet für den Notfall: Reiserücktrittsversicherung inklusive Reiseabbruch

Die Reiserücktrittsversicherung lohnt sich besonders für Frühbucher, für Familien mit Kindern sowie bei der Buchung von sehr teuren Urlaubsreisen. Denn sollten Sie vor der Abreise unerwartet erkranken oder Ihr Kind einen Unfall erleiden, springt die Versicherung ein und übernimmt die Stornokosten, wenn Sie die Reise nicht antreten können.

Müssen Sie Ihren Urlaub aufgrund von Krankheit oder Unfall vorzeitig abbrechen und nach Hause zurückfliegen, kommt im Versicherungsfall die Reiseabbruchversicherung für die anfallenden Kosten auf.

Übrigens: Bei politischen oder wirtschaftlichen Unruhen im Urlaubsland sowie bei Naturkatastrophen haben Sie nicht automatisch das Recht, von Ihrer gebuchten Reise zurückzutreten. Hierbei können Sie nur auf die Kulanz des Reiseveranstalters hoffen.

Nicht an Ihrer Gesundheit sparen: Auslandskrankenversicherung

Die Auslandskrankenversicherung gehört genauso ins Reisegepäck wie die Sonnencreme. Denn diese Versicherung schützt Sie in Notfällen vor hohen Arzt- und Behandlungskosten – sowohl im europäischen wie auch im außereuropäischen Ausland. Obwohl die gesetzlichen Krankenversicherungen mit einigen EU-Ländern ein Abrechnungsabkommen abgeschlossen haben – wonach ausländische Ärzte angehalten sind, die Behandlung über die Gesundheitskarte nach der deutschen Gebührenordnung abzurechnen – wird dieses in der Praxis kaum umgesetzt. Denn üblicherweise werden Sie im Ausland wie ein Privatpatient behandelt, der erstmal zahlen muss. Dies kann jedoch je nach Notfall die eigenen finanziellen Grenzen sprengen. Hier übernimmt der Auslandskrankenschutz genau die Kosten, die Ihre gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt.

Übrigens: Lesen Sie sich die Vertragsklauseln der Versicherer aufmerksam durch. Achten Sie hierbei insbesondere auf Leistungen, die von der Versicherungsgesellschaft ausgeschlossen sind. Am besten entscheiden Sie sich für einen Versicherer, der alle wichtigen Urlaubs- und Krankheitsrisiken absichert.

Die Prämien für die oben genannten Versicherungen sind je nach Versicherungsgesellschaft sehr unterschiedlich. Sie variieren je nach Gesamtpreis der Reise und je nach Laufzeit. Einige Versicherer bieten auch Komplettpakete an, die weitere Versicherungen wie eine Reisegepäckversicherung beinhalten. Den Versicherungsschutz können Sie als Jahresvertrag oder für jede Reise einzeln abschließen; jedoch sollten Sie individuell entscheiden, ob und welche Reiseabsicherung Sie tatsächlich benötigen.

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