Kontrolle der Netze - Die Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur ist aus der früheren Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hervorgegangen. Diese Behörde war 1998 gegründet worden, um die Marktöffnung bei der Telekommunikation und Post zu regulieren. Die Netzagentur mit Sitz in Bonn ist eine selbstständige Bundesoberbehörde, die dem Bundeswirtschaftsministerium unterstellt ist. Sie hat die Aufgabe, durch Liberalisierung und Deregulierung für eine wettbewerbsfreundliche Entwicklung auf den Märkten für Strom, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahninfrastruktur zu sorgen.
Die aus dem Bundesministerium für Post und Telekommunikation und dem Bundesamt für Post und Telekommunikation hervorgegangene Regulierungsbehörde wurde im Juli 2005 mit dem neuen Energierecht umbenannt in Bundesnetzagentur. Sie ist seither auch für den Energiemarkt sowie seit 2006 auch noch für die Eisenbahn zuständig. Die Netzagentur soll den Wettbewerb fördern, für flächendeckend angemessene Dienstleistungen und einen von Diskriminierung freien Netzzugang sorgen.
Zur Durchsetzung ihrer Ziele verfügt die Netzagentur mit ihren rund 2500 Mitarbeitern über Verfahren und Instrumente sowie Untersuchungsrechte und Sanktionsmöglichkeiten. Auch Verbraucher können direkt die Dienste der Netzagentur in Anspruch nehmen, etwa beim Missbrauch und der Abzocke mit Rufnummern.

