Mit der Unfallversicherung finanziell geschützt durchs Leben

Unfälle in der Freizeit absichern

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Neben der gesetzlichen Unfallversicherung bietet sich zur Absicherung gegen Invalidität im Privatleben eine private Unfallversicherung an. Diese schützt vor Kosten infolge von Unfällen auch außerhalb des Arbeitsplatzes – und dies im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung weltweit und rund um die Uhr. Private Unfallversicherungen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Manche von ihnen bieten zusätzlich zu den normalen Leistungen auch Kapitalzahlungen und Zahlungen der sogenannten Unfallrente. Mit einem Online-Vergleich können Sie sich schnell und unverbindlich verfügbare Tarife anzeigen lassen.

Wozu privat vorsorgen, wo doch bereits ein gesetzlicher Unfallschutz besteht?

Die verpflichtende gesetzliche Unfallversicherung im Rahmen der Sozialversicherungen bietet keinen umfassenden Schutz. Angestellte zum Beispiel sichert sie nur auf dem Weg zur Arbeit sowie während der Arbeitszeit ab. Zudem gilt sie nur in Deutschland. Ausnahme: Sollte der Arbeitgeber seinen Angestellten im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit ins Ausland entsenden, gilt der Versicherungsschutz bei einem Unfall auch außerhalb der Grenzen. In allen anderen Fällen des Privatlebens existiert kein Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung.

Was ist ein Unfall?

Eine private Unfallversicherung hingegen gilt zu jeder Zeit, egal wo sich der Versicherte aufhält. Abgesichert sind allerdings auch bei einer privaten Unfallversicherung nur die Folgen eines Unfalls. Was ein Unfall ist, wird vom Gesetzgeber in den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) definiert: “Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis/Unfallereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“

Das bedeutet: Ein Unfall muss überraschend eintreten und dem Geschädigten keine oder nur sehr wenig Zeit zur Vorbereitung gegeben haben. Ein schwerer Sonnenbrand wäre somit kein Unfall. Eine Körperverletzung hingegen schon. Einen Unfall bedingt des Weiteren Unfreiwilligkeit. Folgen einer absichtlichen Verstümmelung oder gar eines Selbstmordes sind nicht abgesichert, die eines Skiunfalls aber schon. Die Unfallversicherung deckt nur körperliche Schäden ab, nicht die Kosten und Folgen von psychischen Schäden oder Folgeschäden. Solche Fälle können Interessenten weitgehend mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorbeugen.

Für wen ist eine Unfallversicherung sinnvoll?

Das Risiko nach einem Unfall nicht mehr arbeiten zu können ist bei den meisten Personen nicht sonderlich hoch. Viel wahrscheinlicher ist es, dass man Infolge einer Krankheit berufsunfähig wird. Deshalb steht bei der Wahl zwischen Berufs- und Unfallversicherung eindeutig erstere im Vordergrund. Für gewisse Personengruppe, die durch ihre Freizeitgestaltung eine erhöhte Gefahr haben nach einem  Unfall Invalide zu werden, kann ein Abschluss jedoch Sinn machen. Doch auch die Versicherer kennen das Risiko für Invalidität und reagieren darauf teilweise mit Ausschlüssen bei der Leistung oder erhöhten Beiträgen.

Kinder und Rentner haben auf Grund ihrer eingeschränkt motorischen Fähigkeiten ebenfalls ein erhöhtes Risiko einen Unfall zu erleiden. Sie können sich ebenfalls eine Versicherung abschließen. Generell deckt die Unfallversicherung das Risiko schwerer Unfälle und daraus folgende Invalidität ab.

Leistungen der privaten Unfallversicherungen

Das Hauptaugenmerk der privaten Unfallversicherung liegt auf der finanziellen Absicherung im Falle einer Teil- oder Vollinvalidität. Diese Invaliditätsleistung ist verpflichtender Teil jeder privaten Unfallversicherung und dient dazu, auch bei einer durch einen Unfall bedingten Behinderung den Lebensstandard des Versicherten zu gewährleisten. Hier bieten viele Versicherungsunternehmen zusätzlich Progressionsstaffeln an, die mit dem Invaliditätsgrad und der Gliedertaxe zusammenhängen.

Die Gliedertaxe genau beachten!

Die Gliedertaxe setzt sich aus dem prozentualen Wert zusammen, den Versicherungen dem Verlust verschiedener Körperteile zuordnen. Anhand dieses Wertes orientiert sich dann auch die Summe, die Versicherte im Fall der Invalidität bekommt. Da die Versicherungsunternehmen den Verlust eines Armes jedoch häufig unterschiedlich bewerten, sollte beim Abschluss der Unfallversicherung genau darauf geachtet werden, wie die Gliedertaxe aufgebaut ist. Wird der Verlust des Daumens beim einen Anbieter mit 15 Prozent und beim anderen mit 40 Prozent bewertet, kann die Differenz bei der Auszahlung bereits deutlich  über 10.000 € betragen.

Einige Berufsgruppen, wie beispielsweise Ärzte, können sich speziell absichern. Der Prozentsatz der Gliedertaxe ist bei ihnen höher, da der Verlust eines Körperteils für sie schwerwiegender ist. Besteht der Wunsch den Versicherungsschutz auf Grund einer schwachen Gliedertaxe oder Progression zu erweitern, kann die Unfallversicherung unter Berücksichtigung der Fristen gekündigt werden.

Die Progression

Die Leistung bei Invalidität wird außerdem durch die Höhe der Progression bestimmt. Dabei gibt der Progressionssatz den Betrag an, der bei Vollinvalidität bezahlt wird. Liegt die vereinbarte Versicherungssumme beispielsweise bei 100.000 € und der Progressionssatz bei 250 Prozent, bekommt der Versicherte bei Vollinvalidität 250.000 € (100.000 x 250%) ausgezahlt.

Eine Unfallversicherung mit Progression bietet auch schon vor der Vollinvalidität, je nach Invaliditätsgrad, Ausgleichszahlungen ,die über der vereinbarten Grundsumme liegen. Die genaue Höhe der Progression ist je nach Police unterschiedlich hoch und kann vom Versicherten gewählt werden. Dabei sollte auch auf die Höhe der Progression bei 25 – 75 Prozent Invalidität geachtet werden. So wird die Grundsumme auch schon bei geringer Invalidität vervielfacht.

Zusatzleistungen bei der Unfallversicherung

Zusätzlich zur Invaliditätsleistung kann jeder Versicherte für sich und seine Familie auch aus einer ganzen Reihe von Optionen wählen. Die Leistungen der Unfallversicherung umfassen unter anderem:

  • den Todesfall des Versicherten,
  • Krankentagegeld,
  • Krankenhaustagegeld,
  • Genesungsgeld,
  • Übergangsgeld,
  • Bergungskosten und
  • Kosten von kosmetischen Operationen zur Korrektur von Unfallfolgen.

Richtlinien für die Versicherungssumme

Die Grundsumme oder Invaliditätssumme sollte sich im Idealfall nach dem Bruttoeinkommen richten. Hierbei wird häufig das Dreifache des jährlichen Bruttoeinkommens vorgeschlagen. Eine privat abgeschlossene Unfallversicherung muss im Fall der Invalidität die Möglichkeit bieten, die durch eine Behinderung entstandenen, veränderten Lebensbedingungen durch die Invaliditätsleistung und gegebenenfalls eine Unfallrente zu finanzieren.

Die Leistungen aus der privaten Unfallversicherung sollten also für das weitere Leben ausreichen. Eine Versicherungssumme unter 100.000 Euro machen somit nur wenig Sinn. Bei Kindern sollte die Versicherungssumme sogar noch deutlich höher angesetzt werden, da diesen bis zur Erwerbstätigkeit keine Rentenansprüche zufallen. Im Vergleich der Unfallversicherungen können Sie festlegen, welche Versicherungssumme Sie brauchen.

Übliche Ausschlüsse bei privaten Unfallversicherungen

Versicherungen klammern eine ganze Reihe von Risikofaktoren aus der Invaliditätsleistung aus. Schadensfälle in Folge von Straftaten sind genauso wenig abgedeckt wie solche, die bei dem Versuch eine Straftat zu begehen entstehen. Gleiches gilt für Todesfälle durch Kriege oder Unruhen, sofern sich der Versicherte auf Seiten der Unruhestifter befindet. Extremsportler, Hobbyflieger oder Gleitsegler sind während der Ausübung ihres Hobbys ebenfalls nicht abgesichert. Üblicherweise erlischt der Versicherungsschutz unter dem Einfluss betäubender oder bewusstseinsbeeinflussender Substanzen, inklusive Alkohol ab einem Promillewert von 1,1.

Auf Wunsch schließen Versicherer gewisse Risiken gegen höhere Prämien in die Leistungen mit ein. Abschließen kann eine Unfallversicherung jeder, unabhängig von Beruf oder Alter. Vor der eigenen Geschäftsfähigkeit muss eine solche Versicherungspolice durch einen gesetzlichen Vertreter abgeschlossen werden. Einzige Ausnahmen bilden Personen, die unter einer Geisteskrankheit leiden und/oder dauernd pflegebedürftig sind.

Geltungsbereich der privaten Unfallversicherung

Eine private Unfallversicherung bietet rund um die Uhr und überall einen Versicherungsschutz. Somit gilt sie auch während der Arbeit, obwohl hier eigentlich die gesetzliche Versicherung bei einem Unfall greift. Hier kann durch einen besonders schweren Arbeitsunfall sogar ein doppeltes Bezugsrecht entstehen. Normalerweise gilt die private Unfallversicherung weltweit. Es ist auch möglich, eine Reise-Unfallversicherung abzuschließen, die nur während eines Auslandsaufenthaltes Unfallschutz bietet. Solche Policen werden etwa als Zusatzleistung zu hochwertigen Kreditkarten angeboten.

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Kosten einer Unfallversicherung

Bei den Kosten wird nicht nur der aktuelle Beruf, sondern auch ein erhöhtes Alter mit in die Rechnung einbezogen. Ältere Personen müssen einen kürzeren Zeitraum mit den Einkommensbußen zurechtkommen, da sie ab einem gewissen Alter ihre Rente erhalten. Die Grundsumme und somit auch der Beitrag fallen daher geringer aus. Des Weiteren haben die gewählte Progression und die Versicherungssumme einen Einfluss auf die Kosten. Allgemein sind die Voraussetzungen für die Aufnahme in eine private Unfallversicherung deutlich geringer als beispielsweise bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder privaten Krankenversicherung.

Vor dem Abschluss Tarife vergleichen

Im Vergleichsrechner von Verivox können die Invaliditätssumme, Höhe der Progression und andere Details vorher auswählt werden. So werden nur passende Versicherungen angezeigt. Danach können Sie die verschiedenen Angebote direkt miteinander vergleichen.

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