Die Leistungen der Rechtsschutzversicherung

Recht haben heißt nicht automatisch auch Recht bekommen. Oft ist die Durchsetzung der eigenen Ansprüche im Streifall nicht ohne die Hilfe eines Anwalts möglich. Mit einer Rechtsschutzversicherung kann das finanzielle Risiko eines Rechtsstreits deutlich gemindert werden. Kommt es zu einem Streitfall, übernimmt die Rechtsschutzversicherung nach Deckungszusage die Kosten für den gewählten Anwalt und die meisten weiteren anfallenden Kosten wie Gerichtsgebühren oder Aufwandsentschädigungen für Zeugen.

Bei vielen Rechtsschutzversicherungen besteht nach Vertragsabschluss jedoch eine Wartezeit von mehreren Monaten. Kommt es in der Wartezeit zu einem Rechtsstreit, gilt der Versicherungsschutz nicht und die Leistungen der Versicherung können nicht in Anspruch genommen werden. Im Leistungsvergleich des Versicherungsrechners von Verivox werden auch Rechtsschutzversicherungen ohne Wartezeit angeboten. Ein Rechtsschutzversicherung-Vergleich lohnt sich immer. Die Versicherung kann eine sinnvolle Ergänzung zu Ihrer privaten Haftpflichtversicherung sein.

Nicht alles lässt sich versichern

Die Versicherung bietet grundsätzlich niemals einen vollen Rechtsschutz für alle Bereiche des privaten und beruflichen Lebens. So lassen sich bestimmte Rechtsstreitigkeiten, wie Erbstreitigkeiten, Streit über Unterhaltszahlungen und die meisten Streitigkeiten im privaten Baurecht nicht mitversichern. Das Schadenpotenzial ist in diesen Bereichen so hoch, dass die Prämien und die Selbstbeteiligung ins Unermessliche steigen würden und niemand mehr eine Rechtsschutzversicherung bezahlen könnte.

Dennoch können Sie viele Lebensbereiche absichern. Besonders interessant ist die Absicherung im beruflichen Bereich. Wer gegen seine Kündigung vorgehen möchte und den Arbeitgeber verklagt, zahlt in der ersten Instanz immer seine eigenen Anwaltskosten, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Mit einer Rechtsschutzversicherung inklusive Arbeitsrechtsschutz lassen sich diese Kosten jedoch minimieren.

Die verschiedenen Bereiche der Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung ist modular aufgebaut. Es gibt je nach Anbieter verschiedene Bausteine, die in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden können. Mit dem Verkehrsrechtsschutz sind Auseinandersetzungen rund um das eigene Fahrzeug und die Teilnahme am Straßenverkehr versichert. Der Berufsrechtsschutz schützt bei einem Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber. Dieser kann nur zusammen mit dem Privatrechtsschutz abgeschlossen werden. Der Privatrechtsschutz ist ein weiterer Baustein der Versicherung. Bei Abschluss einer Privat-Rechtsschutzversicherung genießt man Versicherungsschutz bei allen Streitigkeiten rund um viele Verträge im privaten Leben. Die Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutzversicherung, der Miet- und der Vermieterrechtsschutz zahlen bei Streitfällen mit dem Vermieter einer Wohnung oder den Nachbarn des Eigenheims.

Je nach Versicherer kann außerdem auch eine Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden. Diese übernimmt die Kosten für einen Anwalt auch dann, wenn dem Versicherungsnehmer ein vorsätzliches Vergehen vorgeworfen wird (zum Beispiel Beleidigung). In der normalen Rechtsschutzversicherung ist diese Leistung nicht enthalten. Bei einigen Anbietern gibt es darüber hinaus noch weitere Bausteine, die sich vereinbaren lassen und andere Zusatzleistungen enthalten. So unterscheidet sich auch die Höhe der Selbstbeteiligung je nach Anbieter.

Kündigung bei zu vielen Streitigkeiten

Verbraucher sollten beachten, dass eine Rechtsschutzversicherung kein Grund ist besonders streitfreudig zu sein und ständig zu klagen. Versicherer behalten es sich vor solchen Kunden, die besonders hohe Kosten verursachen, die Rechtsschutzversicherung zu kündigen. In diesem Fall haben es Versicherte oft schwer wieder eine neue Versicherung zu finden.

Die Rechtsschutzversicherung wechseln

Die Kündigungsfrist bei der Rechtsschutzversicherung beträgt in der Regel drei Monate, es gibt keinen fixen Stichtag wie bei der Pkw-Versicherung. Wechselwillige sollten also zuerst in ihren Versicherungsschein schauen und sich über das Ablaufdatum der Police informieren. Wer die Dreimonatsfrist verpasst hat, kann immer noch auf ein Sonderkündigungsrecht hoffen. Wenn der bisherige Rechtsschutzversicherer die Prämie erhöht, ohne dass auch die Leistungen steigen, gibt es ein Sonderkündigungsrecht für die Kunden. Innerhalb eines Monats nach Zugang der Beitragsrechnung lässt sich der Vertrag dann außerordentlich kündigen.

Die Tarife der einzelnen Versicherer weisen große Unterschiede auf. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter können sich bis zu 50 Prozent Prämiendifferenz bei sonst gleichen Leistungen ergeben. Es sollte jedoch nicht nur auf den Preis geachtet werden. DIe Versicherungen weisen auch Unterschiede bei den Leistungen auf: Versicherungssumme, Selbstbeteiligung und Wartezeit sind nur einige wichtige Punkte im Leistungsumfang. In unserem Online-Rechner von Verivox finden Sie bekannte Versicherer, wie Advocard, Arag oder Deurag.

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0800 289 289 631
Mo-Fr 9-17 Uhr
Bausteine der Versicherung

Versicherungsnehmer können die Rechtsschutzversicherung aus verschiedenen Bausteinen individuell zusammensetzten:

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