Private Krankenversicherung: Vergleich und Tipps zur Auswahl

Immer mehr Deutsche wechseln von den gesetzlichen Krankenkassen zu den privaten Krankenversicherungen (PKV), so sie denn können und dürfen, oder entscheiden sich direkt für eine private Krankenversicherung. Aber was macht die privaten Versicherer so viel attraktiver? Sind es nur die kurzen Wartezeiten im Wartezimmer? Oder bieten tatsächlich unterm Strich die gesetzlichen Krankenkassen das attraktivere Gesamtpaket an? Der Krankenkassen-Vergleich des unabhängigen Verbraucherportals Verivox gibt Ihnen einen umfassenden Überblick aller PKV-Tarife. Vergleichen Sie jetzt und finden Sie die günstigsten Tarife mit den besten Leistungen!

Zum Vergleich

Private Krankenversicherung für Beamte

Studenten zu Beginn ihres Studiums, Beamte, Selbstständige und Angestellte über einer bestimmten Einkommensgrenze können sich anstatt einer gesetzlichen Versicherung für eine private Krankenversicherung entscheiden. Besonders für Beamte ist dieses Angebot dank der staatlichen Beihilfe interessant: In vielen Fällen erhalten so versicherte Beamte eine Beihilfe, die über die Hälfte der monatlichen Beiträge zur Krankenversicherung übernimmt.

PKV für Studenten

Studenten müssen bei Einschreibung eine gültige Versicherung anführen oder sich freistellen lassen. Die Freistellung erfolgt nur, wenn der oder die Studiedende bereits versichert ist – entweder berufsbedingt oder über eine Familienversicherung, die bis zum 24. Geburtstag möglich bleibt. Ab diesem Zeitpunkt oder direkt bei der Immatrikulation kann er oder sie sich zwischen privater oder gesetzlicher Krankenversicherung entscheiden. Gerade für junge Menschen ist ein Einstieg in eine PKV besonders günstig. Hier bieten aber auch gesetzliche Krankenkassen für Studenten Versicherungen zu geringen Tarifen an. Während eines Studiums ist kein Wechsel der Versicherungsart mehr möglich, sofern dazu keine zwingenden Gründe vorliegen. Der häufigste Grund für einen Wechsel ist ein zu hohes Einkommen während des Studiums. Dadurch kann aus Sicht der Krankenkassen ein Studierender plötzlich als Angestellter und selbstständiger Unternehmer gezählt werden.

Private Krankenversicherung für Selbstständige

Für junge Selbstständige ist der Einstieg in eine private Krankenversicherung insbesondere aus finanziellen Gründen interessant. In der Gründerzeit fallen jungen Selbstständigen durch eine private Krankenversicherung verhältnismäßig geringe Kosten an. Diese steigen allerdings mit dem Alter. Wirklich günstigen Versicherungsschutz bietet eine PKV nur bei einem geringen Risiko für den Versicherer. Ein später Wechsel zurück zu einer der gesetzlichen Krankenkassen ist nicht ohne weiteres möglich und auch vom Gesetzgeber so nicht vorgesehen. Erst ein dauerhaftes Absinken der Einnahmen oder der Wechsel in eine versicherungspflichtige Anstellung für mindestens ein Jahr ermöglicht einen Umstieg zu einer gesetzlichen Krankenkasse.

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Die Leistungen der PKV

Die private Krankenversicherung bietet natürlich weit mehr als nur geringe Kosten. Allerdings erfährt bei weitem nicht jeder Privatversicherte automatisch die Chefarztbehandlung. Wie gesetzliche Krankenkassen auch, bieten die privaten Versicherer den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestrahmen an Leistungen. Darüber hinaus kann jeder Versicherte für sich entscheiden, welche Leistungen er in seiner Versicherung hinzu buchen möchte. Prinzipiell sind dem kaum Grenzen gesetzt. Übliche Zusatzleistungen sind:

  • Chefarztbehandlung
  • Zahnersatz und Zahnbehandlung
  • Krankengymnastik, Heilpraktiker und Massagen
  • ambulante Kuren
  • Heil- und Hilfsmittel (Brillen)
  • Krankentagegeld auch vor dem 42. Tag einer Erkrankung
  • Krankenhaustagegeld (zur Deckung von Kosten außerhalb des Krankenhauses während eines Aufenthalts, beispielsweise Kinderbetreuung).

Allerdings bedeutet jede dieser Leistungen auch eine Erhöhung der Beiträge zur PKV.

Auf der anderen Seite bietet allerdings auch keine gesetzliche Krankenkasse umfassende Leistungen. Auch hier müssen Versicherte durch private Zusatzversicherungen häufig einen nötigen Ausgleich schaffen, um Kosten für beispielsweise Sehhilfen und Zahnersatz absichern zu können.

Letztlich muss jeder, der die Wahl hat, die Entscheidung selber fällen, ob er oder sie als junger Mensch von geringeren Beiträgen profitieren und eine spätere Kostensteigerung in Kauf nehmen möchte. Verkürzte Wartezeiten beim Hausarzt und günstige Tarife sind nur eine Seite der Medaille.

Die PKV: in jungen Jahren günstig…

Fakt ist, dass bei guter Gesundheit gerade in jungen Jahren die privaten Krankenkassen auch bei besseren Leistungen günstiger sind als die gesetzlichen Anbieter. Dies liegt in erster Linie an der Art und Weise der Beitragsberechnung. Dort, wo sich die gesetzlichen Krankenversicherungen am Einkommen eines Versicherten orientieren, berechnen sich die Beiträge der privaten Krankenkassen nach Alter, Beruf, Geschlecht und möglichen Vorerkrankungen sowie den gewünschten zusätzlichen Leistungen. Dabei ist nicht zu vergessen, dass insbesondere private Krankenversicherungen auch im Sinne ihrer Aktionäre agieren müssen.

… aber teuer im Alter?

Dies bedeutet natürlich nicht, dass im Alter die Beiträge zur PKV plötzlich explodieren. Steigen werden sie allerdings in jedem Fall. Auch bei einer glänzenden Gesundheit steigen allein durch das altersbedingt erhöhte Krankheits- und Verletzungsrisiko die Beiträge. Auch schaffen die sogenannten Altersrückstellungen einen guten Ausgleich. Diese sind von Beginn an in den Tarifen integriert und finanzieren die steigenden Beiträge in späteren Jahren mit. Um aber wirklich tragbare Kosten im Alter zu gewährleisten, ist es auch bei einer privaten Krankenversicherung wichtig, die Tarife in Hinblick auf die Kostenentwicklung zu vergleichen. Es ist zu empfehlen, sich früh für einen beitragsstabilen Tarif zu entscheiden, anstatt sich dauerhaft auf einen nur anfangs sehr günstigen Tarif festzulegen. Letztere haben die Eigenschaft, mit der Zeit wirklich teuer zu werden. Wer hier zu spät reagiert, hat später mit hohen Kosten zu kämpfen.

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