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Wie die Inflation in die Portemonnaies der Verbraucher kriecht

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa

Frankfurt/Main - Die Inflation bleibt auf hohem Niveau. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, sank sie nur unwesentlich von 2,4 Prozent im Vormonat auf aktuell 2,3 Prozent. Doch was genau treibt die Preise? Es gibt ein ganzes Paket von Faktoren, die die Teuerungsrate beeinflussen.

Warum steigen Verbraucherpreise?

Preise sind zum einen das Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Für die Schwankungen bei den Preisen sind aber vor allem die Kosten für Rohstoffe verantwortlich, sowie auch Ausgaben für Mitarbeiter. "Zurzeit ist Energie ein wesentlicher Faktor, der die Preise steigen lässt", sagt der Inflationsexperte und Professor an der Universität Freiburg in der Schweiz, Hans Wolfgang Brachinger. Benzin und Diesel sind im Jahresvergleich für den Monat Mai um 11,4 Prozent gestiegen, wie die Statistiker vom Bundesamt ausgerechnet haben. Strom, Gas und leichtes Heizöl wurden in der Zeit um 8,3 Prozent teurer. Durch den geplanten Atomausstieg müssen sich laut Brachinger Deutsche Verbraucher auch in der nächsten Zeit auf steigende Energiepreise einstellen.

Führen teure Rohstoffe automatisch zu höheren Preisen?

Nicht unbedingt. Wenn die Kosten für die Herstellung steigen, können die Produzenten oder Händler entscheiden, ob sie direkt die Preise für ihre Produkte anheben, oder zeitweilig mit einem geringeren Gewinn auskommen. "Das geht natürlich nur, wenn die Nachfrage groß genug ist", sagt der Konjunkturexperte vom hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut, Jörg Hinze. Machen die Unternehmen allerdings ihre Produkte teurer, riskieren sie, dass weniger gekauft wird oder die Kunden zur Konkurrenz gehen. Da vor allem im deutschen Einzelhandel intensiver Wettbewerb herrscht sind Preiserhöhungen für die Händler oft schwer durchzusetzen.

Wie wird die Preisentwicklung gemessen?

Die Preisentwicklung wird von den Statistikern intensiv beobachtet - und mit Hilfe des so genannten Verbraucherpreisindexes (VPI) berechnet. Grundlage dafür ist ein Warenkorb aus gängigen Gütern und Dienstleistungen, der ständig aktualisiert wird. Die Statistiker berechnen zum Beispiel für Bücher, Kinokarten, Benzin oder den Friseurbesuch die Preisentwicklung - und gewichten nach Bedeutung. Das größte Gewicht mit insgesamt 30 Prozent machen Mieten inklusive Nebenkosten aus. Weitere große Posten sind Lebensmittel (10 Prozent), die Ausgaben für Verkehr (13 Prozent) sowie Freizeit und Kultur (12 Prozent). Für die Berechnung schicken die Statistischen Ämter jeden Monat rund 600 Mitarbeiter los, die mehr als 300.000 Preise erheben.

Wie aussagekräftig sind die bloßen Zahlen der Statistiker?

Durch die Brille vieler Verbraucher nur begrenzt. Der Warenkorb der Statistik muss ja mit den Konsumgewohnheiten einzelner Verbraucher gar nichts zu tun haben. Ähnlich wie beim Wetter gibt es zudem auch eine "gefühlte" Inflation. Viele Haushalte stellen zunehmend bei Produkten eine starke Preissteigerung fest, die von ihnen häufig gekauft werden, wie Benzin und Lebensmittel. Steigt der Preis für Brot, nehmen das viele Kunden intensiver wahr, als bei Autos, Fernsehern oder Ausgaben, die per Dauerauftrag automatisch abgebucht werden. Das Statistische Bundesamt und Professor Brachinger geben daher auch Zahlen zum sogenannten "Index wahrgenommener Inflation" (IWI) heraus. Diese Werte können deutlich vom VPI abweichen. "Unser IWI-Index steigt seit Mitte 2009 kontinuierlich und macht im Mai einen Riesensatz nach oben, von 3,4 auf 5,3 Prozent", sagte Brachinger.

Warum liegen die "gefühlte" und reale Inflation so weit auseinander?

Das lässt sich durch die unterschiedlichen Berechnungen erklären. "Sinkende Preise bei Notebooks, Handys oder auch Fernseher drücken den VPI, aber nicht den IWI, weil der Durchschnittsverbraucher diese Produkte nur selten kauft.", sagte Brachinger. Schließlich wird Kaffee häufiger gekauft als ein neuer Fernseher. Beispielsweise wurden alkoholfreie Getränke im Jahresvergleich deutlich teurer - vor allem Kaffee (plus 22 Prozent) und Fruchtsaftarten (teils 14 Prozent). Dafür gingen die Preise bei elektronischen Geräten zurück: Notebooks (minus 14,0 Prozent), Handys (minus 14,6 Prozent), Fernseher (minus 13,0 Prozent). Im Mittelwert gleicht sich das bei den Verbraucherpreisen teilweise aus. Aber die "gefühlte" Inflation steigt trotzdem stark an.