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EZB könnte Papiere bis zu einer Billion Euro kaufen

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa-AFX

Frankfurt - Die neue Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB), konsequent Anleihen und Kreditverbriefungen aufzukaufen, könnte bis zu einer Billion Euro teuer werden. Dies sagte EZB-Vizechef Vitor Constancio. Er wies jedoch auch darauf hin, dass die Käufe letztlich kleiner ausfallen könnten. "Wir sind uns natürlich bewusst, dass die Beträge, die wir kaufen können, niedriger als der theoretische Betrag sein werden."

Nicht zuletzt müssten die Halter der Papiere gewillt sein, diese auch zu verkaufen. Dies hänge von vielen Faktoren ab. Constancio sagte, von dem derzeitigen Gesamtvolumen an besicherten Bankanleihen (Covered Bonds) könnte die EZB nach Maßgabe ihres Sicherheitenkatalogs bis zu 600 Milliarden Euro erwerben.

Vom Marktvolumen an Kreditverbriefungen (Asset Backed Securities, ABS), das sich auf 690 Milliarden Euro belaufe, könnte die Notenbank etwa 400 Milliarden Euro kaufen. Eine Gesamtsumme von einer Billion Euro hatte unlängst auch EZB-Chef Mario Draghi ins Spiel gebracht.

Die EZB hatte am vergangenen Donnerstag angekündigt, im Kampf gegen Wachstumsschwäche und Niedriginflation Covered Bonds und ABS mit einem Mindestrating von "BBB-" - also oberhalb der sogenannten "Ramschschwelle" - erwerben zu wollen. Für Papiere aus Griechenland und Zypern gelten jedoch Ausnahmen, so dass aus diesen Ländern auch Papiere mit einer geringeren Bewertung gekauft werden können.

Kritik an Kauf von Schrottpapieren

Diese Entscheidung hatten einige Ökonomen scharf kritisiert, weil die Notenbank aus ihrer Sicht in den Kauf von "Schrottpapieren" einsteige. Constancio verteidigte diese Entscheidung der Notenbank: "Eine wichtige Bedingung für den Kauf dieser Wertpapiere ist jedoch, dass die Länder unter einem europäischen Hilfsprogramm stehen müssen."

Griechenland und Zypern erhalten milliardenschwere Finanzhilfen ihrer Euro-Partner, im Gegenzug müssen sie ihre Haushalte konsolidieren und Wirtschaftsreformen umsetzen. Constancio ergänzte, die EZB reduziere mögliche Risiken aus den Käufen, indem sie bei griechischen und zyprischen Papieren eine hohe Absicherung verlange und nur geringe Teile bestimmter Tranchen kaufe.

Der EZB-Vize bekräftigte auch jüngste Äußerungen von Notenbankpräsident Draghi, wonach die Geldpolitik der EZB in eine neue Phase eingetreten sei. Bisher habe die Notenbank darauf abgestellt, beschädigte Wirkungskanäle ihrer Geldpolitik zu reparieren. Nun beabsichtige sie, ihre Bilanzsumme proaktiv auszuweiten, so Constancio.

Spekulation über lange Niedrigzinsphase

Damit könne sie ihre Geldpolitik weiter lockern, obwohl die Leitzinsen bereits bei Null angekommen seien. In Fachkreisen wird eine derartige Politik allgemein als "Quantitative Lockerung" bezeichnet. Die gegenwärtige EZB-Politik wird dagegen eher mit "Credit Easing" umschrieben, weil sie vor allem eine Ausweitung der Kreditvergabe zum Ziel hat.

Constancio unterstrich zudem, dass von jüngst beschlossenen Lockerungsschritten Zinssignale ausgehen könnten. Als Beispiel nannte der EZB-Vize Refinanzierungsgeschäfte mit Banken, die über mehrere Jahre laufen und zu einem festen Zins abgewickelt werden. "Erstens liefern solche Geschäfte ein implizites Signal zur Sichtweise einer Notenbank über ihre Absichten für zukünftige Zinssätze", sagte Constancio. Darüber hinaus seien Hinweise zur Verpflichtung einer Zentralbank enthalten, eine lockere Geldpolitik aufrecht zu erhalten.

"Einige unserer neuen außergewöhnlichen Maßnahmen, vor allem neue langfristige Refinanzierungsgeschäfte, können in diesem Licht gesehen werden." Damit dürfte Constancio auf die neuen Langfristkredite (TLTROs) der EZB angespielt haben, die eine Laufzeit bis 2018 haben. Constancio äußerte sich nicht direkt dazu, ob seine Äußerungen darauf hindeuten sollen, dass die EZB ihren Leitzins bis 2018 an der Nullgrenze belassen könnte. Dies wäre deutlich länger, als bisher an den Finanzmärkten erwartet.