Bild: Bruttoinlandsprodukt ©Dan Race/fotolia.com

Verschuldungsgrenze

Der Begriff Verschuldungsgrenze steht für zwei unterschiedliche Sachverhalte. Zum einen versteht die Betriebswirtschaft darunter, bis zu welchem Grad sich ein Kreditnehmer verschulden kann. Fiskalpolitisch gesehen regelt Artikel 115 des Grundgesetzes die Verschuldungsgrenze der Bundesrepublik Deutschland.

Die Verschuldungsgrenze in der Betriebswirtschaft

Für die Höhe der Verschuldungsgrenze eines Darlehensnehmers existiert weder eine Formel noch eine eindeutige Definition. Die Verschuldungsgrenze eines Kreditnehmers wird von dem finanzierenden Kreditinstitut oder sonstigen Gläubigern subjektiv, auf die Bonität des Schuldners bezogen, abgestellt. Sie drückt aus, bis zu welchem Grad der Geldgeber bereit ist, den Geldbedarf des Kreditnehmers zu finanzieren. Dabei kann das Eigenkapital oder auch der Umsatz als Bezugsgröße gewählt werden.

Im Rahmen von Basel III wurde für Kreditinstitute eine vorläufige Verschuldungsgrenze festgelegt, die aber erst ab 2018 präzisiert und umgesetzt werden soll. Bisher geplant ist, die ungewichtete Bilanzsumme in Relation zum regulatorischen, dem vorgeschriebenen Eigenkapital zu setzen.

Die Verschuldungsgrenze der Bundesrepublik Deutschland

„Die Einnahmen aus Krediten dürfen die Summe der im Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten.“ So umschreibt Artikel 115 GG die Verschuldungsgrenze der Bundesrepublik Deutschland. Eine Ausnahme ist allerdings zulässig, wenn damit eine grobe Störung der Volkswirtschaft abgewendet werden kann. Entsprechend des Vertrages von Maastricht darf die Staatsverschuldung 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nicht überschreiten. Tatsächlich betrug sie in Deutschland im Jahr 2012 jedoch 81 Prozent.

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