Was tun, wenn die Festplatte kaputt ist?
- 1 | Bei der Diagnose helfen Smart-Tools
- 2 | Zu hohe Temperaturen schaden
- 3 | Alternative zur herkömmlichen Festplatte
- 4 | Wenn die Festplatte nicht mehr erkannt wird
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Festplatten sind das Langzeitgedächtnis eines Computers. Auf ihnen werden neben den Programmen sämtliche Dateien gespeichert - also auch Fotos, Musik, Filme und Dokumente. Leider sind Hard Disk Drives (HDD) recht störanfällig und haben nur eine begrenzte Laufzeit. Wenn sie kaputt gehen, sind die darauf befindlichen Daten nicht mehr zugänglich und können nur noch durch teure Spezialverfahren gerettet werden.
Ein Festplatten-Crash kündigt sich häufig schon vorher an, man muss die Alarmsignale nur deuten können, sagt Boi Feddern von der Computerzeitschrift "c't". Nehmen beispielsweise Meldungen fehlerhafter Sektoren zu, ist dies ein klarer Hinweis darauf, dass mit der Festplatte etwas nicht stimmt. Neben der Datensicherung sollte der Nutzer zudem die Festplatte mit Diagnose-Tools genauer unter die Lupe nehmen.
Für die Analyse von Festplatten gibt es ein spezielles Verfahren: Das System zur Selbstüberwachung, Analyse und Statusmeldung (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology), kurz Smart genannt. Es ist Bestandteil jeder Festplatte und ermöglicht es, Probleme und Defekte frühzeitig zu erkennen. Im laufenden Betrieb liefert es ständig Statusmeldungen an das Betriebssystem. Beim Hochfahren des Computers fragt das BIOS, ("basis input/output-system"), darüber den Zustand der Festplatte ab. Auch die Diagnose-Tools der Festplatten-Hersteller arbeiten mit Smart-Daten. Zudem gibt es im Internet spezielle Smart-Tools, die alle möglichen Informationen über den Status der Festplatte liefern. Sie geben unter anderem die Betriebstemperatur, die bisherige Laufleistung der Festplatte und die Zahl der defekten Sektoren an.
Ein paar defekte Sektoren sind auf den meisten Festplatten zu finden. Die Hardware kann diese Fehler korrigieren, indem sie Reservesektoren nutzt. Sind jedoch immer mehr Sektoren defekt, ist dies ein eindeutiger Hinweis auf einen schleichenden Defekt. Dringt im laufenden Betrieb ein rhythmisches Klacken aus dem PC, sollte man sofort hellhörig werden: Die Festplatte hat definitiv ihr Lebensende erreicht, alle darauf befindlichen Daten sollten dringend gesichert werden.

