Versatel weiterhin im Minus
Düsseldorf - Der Telekommunikationsanbieter Versatel hat im vergangenen Jahr seine Verluste nur minimal eindämmen können. Unterm Strich stand ein Minus von 42,3 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit. Wie andere Telekomanbieter leidet Versatel nach wie vor unter dem hohen Preisdruck in Deutschland und verlor auch wieder Breitbandkunden. Die Umsätze gingen um 3,6 Prozent auf 734,8 Millionen Euro zurück, der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel um 11,8 Prozent.
Bereinigt um Einmalumsätze von Großaufträgen im Jahr 2008 konnte Versatel die Erlöse zwar stabil halten, die EBITDA-Marge sank aber trotzdem um 2,4 Prozentpunkte. Den Mittelabfluss konnte der neue Versatel-Chef Alain Bandle dank Kosteneinsparungen und weniger Investitionen unterdessen stoppen. Der Free Cashflow belief sich 2009 auf 45,8 Millionen Euro. 2010 will Bandle wieder einen Cashflow von mindestens 40 Millionen Euro erwirtschaften.
Während Versatel mehr und mehr Geld mit Geschäftskunden erwirtschaftet, gingen die Umsätze im Privatkundengeschäft zuletzt immer weiter zurück. Das dürfte sich auch im laufenden Jahr fortsetzen, weil Versatel erwartet, noch mehr Kunden an die Konkurrenz zu verlieren. Der durchschnittliche Umsatz je Kunde soll sich nach den Plänen Bandles 2010 aber stabilisieren. Große Hoffnungen setzt der Manager auch auf das Wholesale-Geschäft, indem Versatel sein Netz an andere Anbieter vermietet. Für das laufende Jahr geplante Investitionen sollen sich dort ab 2011 bei Umsatz und EBITDA auszahlen.
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