Effektive Datensicherung
- 1 | Effektive Datensicherung
- 2 | Alternativen: Webhosting, DVD-RAMs, Speicherkarten
- WLAN-Sicherheit
- Windows-Absturz: Erste Hilfe
- Damit der Rechner wieder schneller wird: PC aufräumen
- Spam: E-Müll vermeiden
Eine abgerauchte Festplatte, das gestohlene Notebook oder ein löschwütiger Virus - die Szenarien für den totalen Datenverlust sind mannigfaltig und bedrohen jeden Computernutzer. Ist der Supergau da, kommt Hilfe meist zu spät: Nur wenige Anwender machen sich die Mühe, eine effektive Datensicherung durchzuführen. Dabei hat jeder wertvolle und im Zweifelsfall unwiederbringliche Daten - beispielsweise die rund 34 Millionen deutschen Besitzer einer Digitalkamera. Laut einer Studie des Branchenverbandes BITKOM speichern mehr als 10 Millionen von ihnen ihre Bilder nur auf der Festplatte, knapp 4 Millionen wähnen ihre Erinnerungen mit einer ausschließlichen Unterbringung auf der Speicherkarte in Sicherheit.
Die umfassendste Methode der Datensicherung ist ein komplettes Abbild der Festplatte, das sogenannte Image auf einem externen Datenträger. Bei dieser Volldatensicherung wird viel Speicherplatz gebraucht, im Zweifelsfall lassen sich aber nicht nur Anwendungsdaten wie Texte, Bilder, Tabellen, Musik oder Videos wiederherstellen. Das ganze bootfähige Betriebssystem mit allen installierten Programmen und individuell konfigurierten Einstellungen lässt sich wiederholen. Proben neu installierte Programme den Aufstand, ist keine langwierige Fehlersuche mehr notwendig - mit dem auf die Platte zurückgespielten Image ist alles wie vorher.
Zwar lassen sich Images auch auf DVDs brennen, schneller und komfortabler ist aber der Einsatz einer externen Festplatte. "Diese sind heutzutage bereits relativ preiswert und können in der Regel über USB unkompliziert angeschlossen werden", urteilt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. 500 Gigabyte-Platten sind bereits für 100 Euro zu haben. Oftmals legen die Hersteller sogar einfache Backup-Software dazu, die das automatisierte Speichern vordefinierter Daten übernimmt. Besonders komfortabel ist das mit externen Festplatten, die ins Heimnetzwerk eingebunden sind. Für netzwerkfähige Lösungen muss der Käufer aber etwas tiefer in die Tasche greifen.
Image heißt aber nicht zwangsläufig alles oder nichts: Um an einzelne Dateien aus dem Abbild zu gelangen, muss die Sicherung im Normalfall nicht komplett auf die Festplatte zurückkopiert werden. In der Regel lässt sich das Image als virtuelles Laufwerk ansteuern, in dem sich der Nutzer durch die Verzeichnisstrukturen klicken und sich dort aller Dateien bedienen kann. Für den Fall, dass einmal kein ganzes Image gewünscht sein sollte, bieten die meisten Programme Backup-Routinen an. Auch die Sicherung im laufenden Betrieb inklusive der Systempartition sollte zum Repertoire gehören.

