Internetsucht: Neues Onlineportal für Jugendliche
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Köln - Auf Jugendlichen übt das Internet eine große Faszination aus. Häufig verbringen sie einen großen Teil ihrer Freizeit in Sozialen Netzwerken, Chats oder mit Computerspielen. Die neue Website ins-netz-gehen.de hat sich deshalb zur Aufgabe gemacht, über Risiken der Internetnutzung zu informieren und Tipps zu geben, wie ein maßvoller Umgang mit Computer und Internet gelingen kann.
Das Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist vor allem für 12- bis 18-Jährige gedacht. Anhand eines Selbsttests können Nutzer herausfinden, ob sich ihr Computergebrauch noch im normalen Rahmen bewegt oder bereits als riskant gilt. Ein Onlinewecker soll die Jugendlichen alarmieren, wenn ein vorher eingestelltes Zeitlimit am PC überschritten wird. Zudem sind auf dem Portal eine Reihe von Videos zu finden, die über Suchtrisiken und Lösungen aufklären. Kontaktdaten von Beratungs- und Hilfseinrichtungen runden das Angebot ab.
Chats und E-Mails fressen am meisten Zeit
Die meisten Jugendlichen verbringen regelmäßig Zeit am Computer. So surfen einer Studie der BZgA zufolge 90 Prozent der 12- bis 19-Jährigen jeden Tag oder zumindest mehrmals pro Woche im Internet. Der Durchschnitt liegt bei etwa zwei Stunden täglich. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen zeigten rund 14 Prozent einen problematischen und rund 2,5 Prozent einen abhängigen Internetgebrauch. Am häufigsten verbringen Heranwachsende ihre Online-Zeit in Sozialen Netzwerken und Chats oder schreiben Emails. Ein Drittel der Jugendlichen beteiligt sich mehrmals pro Woche an Onlinespielen.
"Ein kritischer und verantwortungsvoller Umgang mit Computer und Internet sind wichtige Grundlagen für eine mediale Kompetenz, die junge Menschen beispielsweise für Schule und Beruf benötigten", sagt BzgA-Direktorin Elisabeth Pott. Die Attraktivität dieser Medien bringe aber das Risiko mit sich, dass Jugendliche ein "problematisches Nutzungsmuster" entwickeln.
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