Hilfsstelle im Kampf gegen Schadsoftware wird gut angenommen
Köln - In den vergangenen Monaten haben hunderttausende Internetnutzer die neue Anlaufstelle im Kampf gegen spezielle Computerschädlinge genutzt und ihre Computer von Problemsoftware befreit. Rund 330.000 Verbraucher haben auf das Angebot der Internetbranche zugegriffen, sich ein Hilfsprogramm heruntergeladen und so ihre Rechner von Schädlingen gesäubert, die Computer kapern und fernsteuern. Dies teilte der Internetwirtschaftsverband eco am Montag in Köln mit.
Das gesamte Beratungsangebot des sogenannten Anti-Botnet-Beratungszentrums hätten insgesamt 660.000 Internetnutzer genutzt.
Das neue Beratungszentrum war im September gestartet und wird neben den Unternehmen der Internetwirtschaft auch von der Bundesregierung unterstützt. Die Anlaufstelle hilft bei Problemen mit sogenannten Botnetz-Schadprogrammen, die in jüngster Zeit bei der Computer-Kriminalität ein immer größeres Problem werden. Internetkriminelle schleusen mithilfe von Internetseiten oder E-Mails gehäuft kleine schädliche Programme auf Rechnern ein, um damit die Kontrolle über die Computer übernehmen. Die Computer werden damit Teil sogenannter Botnetze.
Botnetze nutzen die geballte Rechenkraft von abertausenden gekaperten Computern etwa zum Versand von Spam-E-Mails oder für Angriffe über das Internet auf Unternehmen oder sogar auf Staaten. Der Wortbestandteil "Bot" kommt von Roboter und soll ausdrücken, dass ein Computer ferngesteuert wird. Branchenangaben zufolge ist jeder siebte Computer in Deutschland von dem Problem betroffen, der ans Internet angeschlossen ist.
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