E.ON-Chef: Regulierung bremst Netzverkauf
Düsseldorf - Der geplante Verkauf seines Fernstromnetzes wird nach Ansicht des Energiekonzerns E.ON
"Wir brauchen eine verlässliche und faire Regulierung, die Luft zum Atmen lässt, die Investitionen fördert und nicht verhindert", sagte der E.ON-Vorstandsvorsitzende. Die Netzbetreiber fordern eine Entscheidung der Bundesnetzagentur zur angemessenen Verzinsung von Neu- und Ersatzinvestitionen in das Netz. "Von der uns zugesagten prozentualen Verzinsung bleibt uns in Wirklichkeit nur ein Teil, bei Ersatzinvestitionen rund die Hälfte", klagte Bernotat in der FAZ.
Die festgelegten Prozentsätze sind die zugestandene Rendite für den Netzbetreiber als Teil der von der Netzagentur festgelegten Durchleitungsentgelte. Die Netzkosten seien aber erheblich höher, als sie von der Regulierungsbehörde unterstellt beziehungsweise anerkannt würden, erklärte Bernotat. Zu diesen Bedingungen dürfte kaum jemand bereit sein, in die Netzinfrastruktur zu investieren. "Zurzeit wäre in bestimmten Fällen noch nicht einmal gewährleistet, dass man seine Kapitalkosten verdient." E.ON muss bis Ende 2010 sein Stromnetz verkaufen. Dadurch entgeht der Konzern einer milliardenschweren Geldbuße der EU-Kommission. Die Behörde stellte dafür ein Kartellverfahren ein.
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