EnBW umgeht laut Greenpeace Atomausstiegsgesetz

dpa | 13.10.2009
Bild: Stecker mit Blüte


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Karlsruhe - Die Umweltorganisation Greenpeace wirft dem Energiekonzern EnBW vor, mit Mogeleien bei der Angabe der Strommengen das geltende Atomausstiegsgesetz umgangen zu haben. Greenpeace erklärte am Dienstag, dass interne Unterlagen des Karlsruher Konzerns belegten, dass die Stromproduktion des Atomkraftwerks Neckarwestheim 1 eineinhalb Jahre lang nur deshalb gedrosselt worden sei, um die Stilllegung noch vor der Bundestagswahl zu vermeiden. EnBW wies diese Vorwürfe zurück.


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"Zu keinem Zeitpunkt haben wahltaktische Gründe eine Rolle gespielt", sagte ein EnBW-Sprecher. Nicht nur die Atommeiler, sondern alle EnBW-Kraftwerke würden ausschließlich nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt. Bei den Vorwürfen handele es sich um eine "Deutung" bekannter Vorgänge durch die Umweltorganisation.

Nach Greenpeace-Angaben wurden in zwei internen Präsentationen des EnBW-Vorstands 2007 und 2008 vorgeschlagen, "welche Unions- und FDP-Politiker in den Plan eingeweiht werden sollten". Die Unterlagen seien "der Beweis für den vorsätzlichen Verstoß eines Energiekonzerns gegen den Atomkonsens". Die Strommenge des AKW Neckarwestheim wäre Greenpeace zufolge unter normalen Produktionsbedingungen bereits Mitte Juli 2009 aufgebraucht gewesen, und der Reaktor hätte endgültig abgeschaltet werden müssen.



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