BUND übt Kritik an Stilllegungsplan für Morsleben

dpa | 27.07.2010
Bild: Behälter für Giftstoffe


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Morsleben - Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat die Art und Weise kritisiert, wie das Atom-Endlager Morsleben stillgelegt werden soll. Es handele sich um eine Altlast in einem maroden Grubengelände, so der Geschäftsführer des BUND in Sachsen-Anhalt, Oliver Wendenkampf, am Dienstag in Morsleben. Er wies darauf hin, dass sich unter den dort gelagerten Stoffen auch Abfälle ohne Endlagergenehmigung befänden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat beantragt, diese Abfälle endgültig dort zu lassen.


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In das zu DDR-Zeiten eingerichtete Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll in einem Salzstock wird seit 1998 kein neuer Abfall mehr gebracht. Es soll innerhalb von 20 Jahren stillgelegt und versiegelt werden.

Der BUND-Bundesvorsitzende Hubert Weiger forderte den Ausstieg aus der Nutzung der Atomkraft. "Wir warnen die Bundesregierung vor dem Irrweg, die Laufzeiten zu verlängern", sagte er. "Wir betreiben Atomkraftwerke, obwohl wir nicht wissen, wohin mit den radioaktiven Stoffen." Morsleben sei ein Beispiel dafür, wie es nicht möglich sei, sicher in Salz einzulagern.

In Morsleben (Sachsen-Anhalt) laufen derzeit Stabilisierungsmaßnahmen. Weil der Salzstock instabil ist, wird er mit einem Spezialgemisch zubetoniert. Es sind laut einer BfS-Sprecherin schon 60.000 Kubikmeter von geplanten 142.000 gefüllt.



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