Apple schließt Sicherheitslücken in iPhone-Betriebssystem iOS
Bonn - Kritische Schwachstellen in seinem Betriebssystem iOS für das iPhone, das iPad und den iPod Touch hat Apple geschlossen. Nutzer der mobilen Geräte sollten die Sicherheits- Updates so schnell wie möglich installieren. Dies erklärte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Donnerstag in Bonn.
Angreifer können die Lücken nach BSI-Angaben ausnutzen, um die mobilen Geräte mit schädlicher Software zu infizieren. Dazu reiche es aus, eine manipulierte Webseite oder ein präpariertes PDF-Dokument zu öffnen, warnt die Behörde. Bei den Sicherheitslücken handelt es sich um Fehler in der Verarbeitung von PDF-Dokumenten. Sie wurden von Hackern ausgenutzt, um das iPhone-Betriebssystem für Programme (Apps) zu öffnen, die nicht aus den iTunes-Store von Apple stammen. In der Szene wird diese Manipulation als "Jailbreak" (Gefängnisausbruch) bezeichnet.
Die Version iOS 4.0.2 des Betriebssystems schließt die Lücke für alle iPhones ab der zweiten Generation - also iPhone 3G, 3GS und 4 - sowie für den iPod Touch ab der zweiten Generation. Die berichtigte Version iOS 3.2.2 ist für den Tablet-Computer iPad gedacht. Apple- Sprecher Georg Albrecht widersprach der Darstellung des BSI, das iPhone 2G und der erste iPod Touch seien auch betroffen: "Geräte der ersten Generation unterstützen iOS 4 nicht. Daher gab es auch niemals eine Sicherheitslücke", sagte Albrecht.
Nutzer müssen zur Installation ihr Gerät per USB-Kabel den Computer anschließen und die Software iTunes starten. Die Einrichtung erfolgt über die Übersichtsseite zu dem jeweiligen Gerät ("Übersicht" - "Nach Updates suchen"). Apple stellt im Internet auch eine Installationsanleitung zur Verfügung.
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