Kfz-Versicherung kündigen: Preise vergleichen & Geld sparen

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Kfz-Versicherung kündigen - Stichtag 30. November beachten

Jedes Jahr aufs Neue werben Assekuranzen mit dem Slogan „Noch bis zum 30. November die Kfz-Versicherung wechseln“. Tatsächlich endet die Mehrzahl der Kfz-Versicherungen am 31. Dezember eines Jahres, so dass Wechselwillige unter Einhaltung der einmonatigen Kündigungsfrist spätestens zum 30. November kündigen müssen.

Verbraucher sollten dennoch einen Blick in die Vertragsbedingungen werfen. Denn nicht bei jedem Versicherer entspricht das Versicherungsjahr auch dem Kalenderjahr. So können Verträge auch über ein Zeitjahr – beispielsweise vom 1. Mai bis 30. April – laufen. Die Kündigung der Kfz-Versicherung müsste in diesem Fall bis zum 31. März erfolgen.

Kfz-Versicherung erst kündigen, wenn der neue Vertrag steht

Grundsätzlich sollten Autobesitzer ihre Kfz-Versicherung erst kündigen, wenn der neue Versicherungsvertrag bereits unter Dach und Fach ist. Der Grund: Während Versicherer keinem Kunden eine Kfz-Haftpflichtversicherung verwehren dürfen, können sie in der Teil- und Vollkaskoversicherung durchaus Antragsteller ablehnen. Damit Sie nicht plötzlich ohne Kfz-Versicherung dastehen, sollten Sie sich deshalb vorab um einen neuen Vertrag kümmern. Vermeiden Sie aber Laufzeitüberschneidungen der Kfz-Policen – das ist unnötig teuer.

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Wechsel nach dem Stichtag: Sonderkündigungsrecht nach Beitragserhöhung

In bestimmten Fällen ist es auch nach dem Stichtag möglich, in eine günstigere Kfz-Versicherung zu wechseln. Ein Sonderkündigungsrecht steht dem Versicherten zu, wenn die Assekuranz die Beiträge erhöht, ohne den Versicherungsschutz gleichzeitig in einem angemessenen Umfang zu erweitern. Wird die Prämie teurer, weil sich Regional- oder Typklasse des versicherten Fahrzeugs geändert haben, kann der Versicherte genauso von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen.

Ausnahmen: Wird die Kfz-Versicherung im Zuge der Anpassung der Regional- oder Typklasse günstiger, besteht kein außerordentliches Kündigungsrecht. Gleiches gilt für die Änderung der Regionalklasse aufgrund eines Umzugs. Da der Versicherte den Umzug selbst zu vertreten hat, darf er dies nicht als Grund für eine Kündigung anführen. Ein Sonderkündigungsrecht besteht auch dann nicht, wenn sich die Versicherungsprämie aufgrund eines regulierten Schadensfalls verteuert.

Verbraucher, die ein Sonderkündigungsrecht nutzen wollen, müssen in der Regel innerhalb eines Monats nach Eintreten des Kündigungsgrundes ihre Kfz-Versicherung kündigen. Der gezahlte Jahresbeitrag wird von der Versicherungsgesellschaft anteilig erstattet.

Sonderkündigungsrecht nach Schadensfall und Änderung der Vertragsbedingungen

Auch nach einem Schadensfall ist das Sonderkündigungsrecht gegeben. Dabei ist es unerheblich, ob der Versicherer den entstandenen Schaden reguliert oder nicht. Das Sonderkündigungsrecht aufgrund eines Schadensfalls steht sowohl dem Versicherten als auch dem Versicherer zu.

Der Versicherte hat darüber hinaus ein außerordentliches Kündigungsrecht, wenn die Versicherung die Vertragsbedingungen zur Kfz-Versicherung ändert. Selbst wenn die Anpassung der Vertragsbedingungen einer Gesetzesänderung geschuldet ist, bleibt das Sonderkündigungsrecht bestehen.

Sonderkündigungsrecht nach Fahrzeugwechsel

Meldet der Versicherungsnehmer sein Fahrzeug während eines laufenden Vertrages ab und stattdessen ein neues Fahrzeug an, wird dies als Fahrzeugwechsel bezeichnet. Der Versicherte hat in diesem Fall ein außerordentliches Kündigungsrecht und kann ohne Einhaltung von Fristen den Versicherungsvertrag beenden. Die Schadenfreiheitsklasse wird auf das neue Fahrzeug übertragen und bleibt somit bestehen.

Anders verhält es sich, wenn das versicherte Fahrzeug verkauft wird. Entgegen landläufiger Meinung, hat der Versicherte kein Recht zur Kündigung. Vielmehr geht die Kfz-Versicherung automatisch auf den Fahrzeugkäufer über. Innerhalb einer Frist von einem Monat kann dieser dann außerordentlich kündigen. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass es zu keiner Unterbrechung des Versicherungsschutzes kommt. Der Kfz-Versicherer muss aber in jedem Fall über die Veräußerung des Fahrzeugs informiert werden.

Auch bei der Außerbetriebsetzung (Stilllegung) eines Fahrzeuges kann der Versicherte nicht kündigen. Die Kfz-Versicherung geht in der Regel in eine beitragsfreie Ruheversicherung über. Solange das Fahrzeug weder auf öffentlichen Straßen oder Plätzen bewegt noch abgestellt wird, besteht dann auch für die Zeit der Außerbetriebsetzung Versicherungsschutz in der Kfz-Haftpflichtversicherung und in der Teilkaskoversicherung. Wird das Fahrzeug erneut zugelassen, hat die Versicherung jedoch das Recht, den Vertrag fortzuführen. Ein Versicherungswechsel ist nicht möglich.

Wird das Fahrzeug hingegen verschrottet, handelt es sich um einen Wagniswegfall. Die Kfz-Versicherung endet automatisch. Eine Kündigung ist nicht notwendig. Der Versicherer muss lediglich über den Sachverhalt informiert werden.

Kfz-Versicherung immer schriftlich kündigen

Wer auf Nummer Sicher gehen will, kündigt am besten schriftlich. Die Kündigung sollte bestenfalls in Form eines Einschreibens mit Rückschein an den Versicherer geschickt werden. Mit diesem Vorgehen ist der Versicherte jederzeit in der Lage, den Nachweis zu erbringen, dass die Kündigung fristgerecht eingegangen ist. Alternativ kann die Kündigung auch persönlich bei der Versicherungsgesellschaft abgeben werden, wobei der Empfang des Kündigungsschreibens schriftlich bestätigt werden sollte.

Das Kündigungsschreiben sollte stets alle wesentlichen Eckdaten enthalten. Neben der Versicherungsnummer ist es sinnvoll, zusätzlich das Kfz-Kennzeichen, den Fahrzeugtyp sowie die Fahrzeugmarke anzugeben.

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