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BP-Desaster hält die Ölindustrie nicht von Tiefseebohrungen ab

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa

Sao Paolo/London - Es sei eine Katastrophe, räumt Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva im Hinblick auf die von BP verursachte Ölpest ein. Doch das amerikanische Öl-Desaster werde sein Land nicht davon abhalten, vor der Küste ein Ölfeld in fast 5000 Metern Tiefe anzuzapfen. "Wir haben Technologie und, so Gott will, werden wir es nicht erlauben, dass so etwas hier passiert", erklärte er. Ob mit oder ohne Hilfe von oben: Für viele Staaten überwiegt einfach die Verlockung, mit dem schwarzen Gold Milliarden in die eigene Kasse zu spülen.

Die Ölbranche selbst zeigt sich ebenfalls wenig geläutert. Für den Halliburton-Konzern, an dessen Spitze einst der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney stand, gibt es keine Zweifel: "Die Vorfälle im Golf von Mexiko haben unsere Begeisterung für vermehrte Tiefsee-Aktivitäten in den kommenden Jahren nicht gedämpft", versprach Dave Lesar, der heutige Chef des Ölfeldausrüsters, kürzlich seinen Aktionären. Und vor der Mittelmeerküste Libyens sollen nach Angaben der staatlichen Ölgesellschaft im kommenden Monat Bohrungen in fast zwei Kilometer Tiefe beginnen. Partner ist - man glaubt es kaum - der BP-Konzern.

Wirtschaftliche Interessen gehen vor Umweltschutz

Umweltschützer und westliche Politiker wirken dagegen mit ihren Forderungen nach einem Verbot der Tiefseebohrungen oder zumindest einem Moratorium wie zahnlose Tiger. US-Präsident Barack Obama musste bereits eine bittere Niederlage einstecken, als ein Bundesgericht in New Orleans - also mitten im Einzugsgebiet der Ölpest - seinen sechsmonatigen Bohrstopp zunächst wieder einkassierte und damit mehreren Ölfirmen Recht gab, die finanzielle Einbußen befürchteten. Inzwischen sprach sich auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) für ein Bohr-Moratorium in der Nordsee aus - und schickte gleich den Satz hinterher, dass er nicht mit der Unterstützung der Anrainerstaaten rechne.

Großbritannien will wieder in der Nordsee bohren

Denn gerade Großbritannien hat die Nordsee jüngst wieder ins Auge gefasst - für Tiefseebohrungen. Das Land ist hinter Norwegen der zweitgrößte Ölproduzent in Europa. Zwar ist die Förderung in der Nordsee bisher rückläufig, doch neue Suchbohrungen in einer Wassertiefe vergleichbar mit der im Golf von Mexiko sind geplant. Nur so lassen sich die Ölfelder westlich der Shetland-Inseln ausbeuten. In der Region liegen bis zu 20 Prozent der britischen Öl- und Gasreserven, das Gebiet ist aber wegen der schwierigen Wetterbedingungen bisher wenig erschlossen.

Die Regierung werde dabei besonders wachsam sein, heißt es im britischen Energieministerium. Das bestehende Kontrollsystem sei aber eines der striktesten weltweit. Als Reaktion auf die BP-Katastrophe sollen die Bohrplattformen doppelt so häufig inspiziert werden wie bisher. Das Beratungsunternehmen Deloitte verzeichnete im zweiten Quartal dieses Jahres bereits 86 Prozent mehr Bohraktivitäten in der Nordsee als im Vorjahreszeitraum.

In der Tiefe wartet "schwarzes Gold"

Wie und wo Öl gefördert wird, ist eine knallharte ökonomische Rechnung. Alle heutigen Verfahren, die aus noch unerschlossenen Quellen schöpfen, sind sehr teuer und lohnen sich erst ab einem bestimmten Ölpreis. Vor Brasilien liegt das Öl nicht nur unter dem tiefen Meer, sondern auch unter einer dicken Salzschicht. Doch stimmt die Relation, locken hohe Gewinne. Staatschef Lula sieht sich im Wahljahr in der Pflicht: "Es ist logisch - wenn das Öl Brasilien gehört, wollen wir auch, dass 190 Millionen Brasilianer vom Ölgeld profitieren." Doch eine Garantie dafür dürfte es nicht geben: Erst 2001 war die damals weltgrößte Bohrinsel des staatlichen Ölkonzerns Petrobas vor Brasiliens Küste gesunken.