Aktuelle Angebote für Oldtimer auf einen Blick

Oldtimer – Lifestyle auf vier Rädern

Früher war alles besser! Liebhaber alter Fahrzeuge würden diesen Satz wohl sofort unterschreiben. Schließlich fährt man einen Oldtimer nicht, weil es keine Alternativen gibt, sondern weil man es will. Dabei nimmt man gern in Kauf, nicht schnell oder komfortabel zu reisen.

Was ist ein Oldtimer?

Anders als bei anderen Fahrzeug-Typen ist die Definition dessen, was ein Oldtimer ist, relativ genau. Ein Fahrzeug muss mindestens 30 Jahre alt sein, um das begehrte H-Kennzeichen zu erhalten und damit nach deutschem Recht ein Oldtimer zu sein. Um in Österreich den Oldtimer-Status zu erlangen, ist etwas mehr notwendig. Entweder wurde der Wagen vor 1956 gebaut, oder – für den Fall, dass er jünger ist –  das Modell steht in der Liste der historischen Fahrzeuge des Verkehrsministeriums. Grundsätzlich lässt sich also eindeutig feststellen, ob ein Fahrzeug formal ein Oldtimer ist.

Beim Begriff „Oldtimer“ haben viele sofort die schnittigen Konturen eines Porsche 356 oder des legendären Mercedes 300 SL vor Augen, wie er mit seinen Flügeltüren und der silbergrauen Lackierung makellos in der Sonne glänzt. Doch selbst wenn von den insgesamt 1.400 je gebauten Flügeltürer-Coupés die meisten noch existieren, zum Alltagsbild gehören sie sicher nicht. Auch Fahrzeuge aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sind typische Vertreter unseres Bildes vom Oldtimer. Auch diese sind aber in der Regel nur auf Ausstellungen und bei historischen Ralleys zu bewundern.

Oldtimer auf deutschen Straßen

Der häufigste Oldtimer in Deutschland ist in der Tat der VW Käfer. Formal ist jeder in Deutschland gebaute Käfer ein Oldtimer, denn die Produktion wurde bereits 1974 eingestellt und die allermeisten Käfer längst verschrottet. Nur noch 50.000 der einst fast 12 Millionen in Wolfsburg gebauten Fahrzeuge fahren hierzulande noch und die Zahl ist rückläufig. Vom originalen KdF-Wagen (Brezelkäfer, mit der geteilten Heckscheibe) gibt es allenfalls noch etwa 400 Exemplare in Deutschland. Aber das reicht aus, den Käfer zum häufigsten Oldtimer in Deutschland zu machen, gefolgt vom Mercedes Benz /8 und der „Ente“, dem Citroen 2CV.

Doch vollständig ist die Aufstellung noch nicht, denn tatsächlich ist der Trabant 601 mit noch immer mehr als 30.000 zugelassenen Fahrzeugen mit einem Baujahr vor 1985 momentan der zweithäufigste Oldtimer in Deutschland. Anders als beim Volkswagen kann diese Zahl noch steigen, denn es fahren noch deutlich mehr „Trabis“ auf deutschen Straßen. Viele von denen sind noch keine Oldtimer, aber das wird sich bis 2020 ändern, wenn auch der letzte Trabant offiziell zum Oldtimer wird. So hat die „Pappe“ aus Zwickau, die von vielen gern als das vielleicht lächerlichste Auto aller Zeiten angesehen wird, die Chance, irgendwann der häufigste Oldtimer in Deutschland zu werden. Eine wahre Ironie der Geschichte.

Oldtimer als Wertanlage

Gründe, einen Oldtimer zu besitzen, gibt es viele. Oft werden klassische Fahrzeuge abseits der Massenware als Wertanlage angeschafft. Schlussendlich ist bei fast keinem anderen Gegenstand eine Wertsteigerung sicherer, als bei historischen Auto-Originalen. Sieht man vom einen oder anderen Scheunenfund ab, kommen keine neuen Fahrzeuge mehr hinzu und die Autos werden älter. Kann man den Zustand über die Jahre konservieren, ist die Idee der Wertanlage mehr als realistisch.

Dabei muss es nicht immer der klassische Ferrari 250 Testa Rossa von 1957 oder der Mercedes-Benz W196 R von 1954 (beide zusammen hatten zuletzt einen Wert von fast vierzig Millionen Dollar) sein. Schon ein gepflegter Ponton-Mercedes (W120) liegt heute preislich deutlich über dem fiktiven inflationsbereinigten Neuanschaffungs-Preis. Auch Fahrer alter Porsche 911er aus den 70er Jahren sollten sich genau überlegen, ob sie ihren Schatz loswerden wollen, oder doch besser noch einige Jahre warten. Denn auch hier steigen die Preise kontinuierlich. Wichtig ist nur, dass so viele Bestandteile des Fahrzeugs wie möglich original sind. Rost, zerschlissene Polster und abgegriffene Armaturen sind ebenfalls wertmindernd. Eine trockene Garage und ein geschicktes Händchen sind also unumgänglich.

Oldtimer – alte Liebe rostet nicht 

Doch es gibt auch die anderen Oldtimer-Liebhaber, die ihren Alten tatsächlich noch jeden Tag fahren. Neben einer Prise Individualismus ist es oft die einfache Technik und Zuverlässigkeit, die Besitzer alter Autos antreibt, weiter mit dem Oldtimer zu fahren. Bei einer mechanischen Motorsteuerung kann man eben mal ausprobieren, wie sich das Fahrzeug verändert, wenn man die eine oder andere Schraube dreht. Bei modernen Fahrzeugen mit computergestützter Bordelektronik wäre so etwas undenkbar.

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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