Bild: Stromleitung

Stromnetz

Das deutsche Stromnetz ist insgesamt über 1,8 Millionen Kilometer lang (Quelle: BDEW, Stand April 2013). Den größten Teil mit 1,16 Millionen Kilometern macht dabei das Niederspannungsnetz aus, über das der allergrößte Teil der Verbraucher mit einer Spannung von 230/400 Volt versorgt wird.

Die Stromnetze dienen sowohl der Verteilung als auch der Transformation von elektrischer Energie. Dabei wird insgesamt zwischen sieben Netzebenen unterschieden. Die Verteilung der elektrischen Energie wird in vier Netzebenen zusammengefasst, die Veränderung der Spannung durch Umspannwerke und Transformatoren wird in drei weiteren Netzebenen dargestellt.

Netzebene Spannung
1 Höchstspannung (380/220 kV)
2 Umspannung Höchstspannung / Hochspannung
3 Hochspannung (110 kV)
4 Umspannung Hochspannung / Mittelspannung
5 Mittelspannung (30 kV, 20 kV, 10 kV)
6 Umspannung Mittelspannung / Niederspannung
7 Niederspannung (0,4 kV)

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Die Netznutzungsentgelte sind im Niederspannungsnetz am höchsten und werden geringer, je höher die übertragene Spannung ist. Der Stromverbrauch im Niederspannungsnetz wird in der Regel mit herkömmlichen Stromzählern gemessen und abgerechnet. Erst ab einem Verbrauch von etwa 100.000 kWh pro Jahr kann der Energieversorger die Installation einer viertelstündigen Leistungsmessung verlangen. Dabei wird im Viertelstundentakt die vom Energieverbraucher abgenommene Leistung gemessen und auch gesondert berechnet.

Diese Leistungsmessung wird auch notwendig, wenn größere Gewerbekunden direkt mit Mittelspannung, also auf der Netzebene 5 versorgt werden. Diese Lösung kann sich für Verbräuche von mehreren hunderttausend kWh pro Jahr lohnen – dafür muss allerdings eine eigene Transformatorenstation auf dem Gelände des Endverbrauchers errichtet werden.

Die Hoch- und Höchstspannungsnetze werden in erster Linie zum Transport von elektrischer Energie über weite Strecken verwendet. Durch die geringeren ohmschen Verluste bei Hoch- und Höchstspannung können diese Netze zur Übertragung hoher Leistungen genutzt werden. Während die Niederspannungsnetze meistens im Besitz  der Stadtwerke oder ähnlicher regionaler Versorger sind, gehören diese Netze den vier Übertragungsnetzbetreibern 50hertz, amprion, Tennet und EnBW.


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Text: Verivox
Bild: Siegfried Schnepf
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