Bild: Kabelnetz ©demarco/fotolia.com

Kabelnetz

Das Kabelnetz ist ein elektrisches Breitbandverteilernetz, das Privathaushalten und Unternehmen Fernsehen, Radio, Telefonie und Internet bietet. 1982 hat die damals noch staatliche Bundespost mit dem Aufbau des Kabelnetzes begonnen und somit nahezu flächendeckend die Bundesrepublik mit Breitbandkabel versorgt.  Das deutsche Kabelnetz wird in vier Ebenen untergliedert: Die Netzebenen 1 und 2 leisten den Signaltransport vom Sender bis zu den regionalen Verteilernetzen. Die Netzebene 3 reicht bis zu den Übergabepunkten vor der Haustür des Kunden. Netzebene 4 ist der Teil des Netzes vom Übergabepunkt bis zur Kabelsteckdose in der Wohnung.

Ursprünglich war das sogenannte Kabelfernsehen die Hauptdienstleistung, doch durch die Aufrüstung des Kabelnetzes mit einem Rückkanal wird von den Kabelnetzbetreibern inzwischen zusätzlich Telefonie und Internet, bisweilen auch Handytarife, angeboten. Die Kombination dieser Dienste über einen einzigen Anbieter nennt man „Triple Play“ - wenn ein vierter Dienst wie Handytelefonie hinzukommt, "Quadruple Play".

Kabelnetzbetreiber mischen den Telekommunikationsmarkt auf

Mit der Modernisierung des Kabelnetzes, das die Deutsche Telekom damals aus Wettbewerbsgründen verkaufen musste, haben sich die Betreiber zu ernsthaften Konkurrenten der klassischen Telefonkonzerne gemausert. Neben analogen und digitalen TV-Diensten bieten sie inzwischen schnelle Internet- und Telefondienste an. So gerät nicht nur der Platzhirsch Telekom ziemlich unter Druck. Anders als viele DSL-Anbieter können heute die Kabelkonzerne bei den Internetdiensten oft noch merkliche Zuwächse verzeichnen.

Internetverbindungen, die über das Kabelnetz realisiert werden, sind oft sogar schneller als DSL. Nach Jahren, in denen über die Verbindung via Glasfasertechnik diskutiert wurde, treibt die Deutsche Telekom nnun den Kabelausbau weiter voran und initiiert seit 2016 das so genannte Vectoring.

Kabelmarkt klar aufgeteilt

Die Kabelnetzbranche in Deutschland wird dominiert von Kabel Deutschland in Unterföhring bei München und Unitymedia in Köln. Zusammen versorgen beide Gesellschaften fast alle deutschen Regionen mit TV-Angeboten, schnellen Internetanschlüssen und Telefondiensten. Während die Münchner in 13 Bundesländern aktiv sind, konzentriert sich Unitymedia auf Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Tele Columbus versorgt eine kleinere Kundenzahl in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie in Teilen von Nordrhein-Westfalen.

Die Marktanteile beim Breitbandinternet in Deutschland verteilen sich Mitte 2016 zu 41,4 Prozent auf die Deutschen Telekom, 19,1 Prozent auf Vodafone/Kabel Deutschland, 14,1 Prozent auf 1&1, 10,3 Prozent auf Unitymedia, 6,8 Prozent auf O2 und 1,6 Prozent auf Tele Columbus.

DSL-Preisvergleich

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Text: Verivox, dpa
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