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Trotz Energiewende: Ökoenergiebranche geht auf dem Zahnfleisch

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa

Berlin - Das Ende der Atomkraft sollte gleichzeitig den Siegeszug der erneuerbaren Energien in Deutschland bedeuten. Doch die Ökostrom-Branche ist derzeit nicht gerade in Siegeslaune. Solar- und Windkraftunternehmen kämpfen gegen rote Zahlen und Billig-Konkurrenz aus China.

Q-Cells, First Solar, Solon, Solar Millennium - vier Namen, die einst für Goldgräberstimmung standen, nun aber Symbole sind für den dramatischen Niedergang der deutschen Solarbranche und den Verlust tausender Arbeitsplätze. Als nächste könnte es für einige Windkraftunternehmen eng werden, denn auch hier greifen Firmen aus China an, die das grüne Wachstum als großes Investitionsfeld erkannt haben. Eine Studie zeigt, dass die Stimmung trotz der Energiewende schlechter ist als vor Fukushima.

Investitionsbereitschaft sinkt

"Von Aufbruchstimmung kann keine Rede sein", sagt der Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE), Dietmar Schütz. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen sei vor Fukushima größer gewesen als nach dem Beschluss der Regierung zum Atomausstieg bis 2022. Am Donnerstag stellte der BEE gemeinsam mit der Hannover Messe in Berlin einen Investitionsklimaindex für die Branche vor. Bei der weltgrößten Industriemesse (23. bis 27. April) sind allein 120 Energieunternehmen aus China dabei, sie machen den Deutschen die Technologieführerschaft gerade bei Solar- und Windenergie immer öfter streitig.

Zwar beteiligten sich von 1800 befragten Unternehmen nur knapp 14 Prozent am Ökobranchen-Index, aber die Antworten zeigen, dass eine paradoxe Lage entstanden ist. Die Stimmung ist schlecht: 2010, dem Jahr der Laufzeitverlängerung, wurden noch 3,8 Milliarden Euro im Strombereich investiert. 2011, dem Energiewende-Jahr, waren es mit 2,8 Milliarden 25 Prozent weniger. Für das laufende Jahr wird nur noch mit 2,4 Milliarden gerechnet.

Ökostrom Top, Ökoheizung Flop?

Der Ökoenergie-Anteil liegt beim Strom zwar schon über 20 Prozent, in den ersten drei Monaten 2012 wurde teils bis zu 40 Prozent mehr Solar- und Windstrom erzeugt als im Vorjahr. Während es in der öffentlichen Debatte fast immer um Strom geht, passiert gerade im Wärmebereich zu wenig - für das Heizen wird ein Großteil der Energie benötigt. 40 Prozent des Energieverbrauchs entfällt auf den Gebäudesektor, doch der Anteil erneuerbarer Energie stagniert im Wärmebereich bei zehn Prozent. Nur rund 204 Millionen Euro wurden hier 2011 investiert. "Seit Jahren fehlen Impulse für den Wärmemarkt und den Biokraftstoffsektor", bemängelt Schütz.

Die Bundesregierung hat zudem das Problem, dass die Energiewende nicht darin bestehen soll, auf Teufel komm raus Wind-, Solarparks und Biogasanlagen zu bauen. Denn schon jetzt fehlen in massivem Umfang Stromnetze und Speicher - immer häufiger müssen bei Starkwind im Osten und Norden zwangsweise Windparks abgeschaltet werden, um großflächige Blackouts durch eine Netzüberlastung zu vermeiden.

Stark verunsicherte Stimmung

Die Branche kritisiert ingesamt fehlenden politischen Rückenwind. Es gebe ein ständiges Herumdoktern an den Förderinstrumenten, damit fehle eine klare, langfristige Investitionssicherheit. Hinzu kommt, dass wegen der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum Absatzmärkte fehlen, die Kassen für ein Kopieren der deutschen Energiewende sind leer.

All dies führt zu einer stark verunsicherten Stimmung. Der Investitionsklimaindex zeigt, dass gerade die Solarbranche weiter schrumpfen könnte. Bei der Photovoltaik könnten die Investitionen in Produktionskapazitäten von 1,7 Milliarden Euro (2010) und 1,05 Milliarden (2011) in diesem Jahr auf 671 Millionen Euro zurückgehen.
Schon jetzt sind chinesische Firmen im Vorteil, weil sie viel Geld in neueste Produktionstechniken investiert haben - auch dadurch können sie weit günstiger Module herstellen, hinzu kommen erhebliche Staatssubventionen.

Förderkürzung ist zusätzliche Belastung

Das US-Unternehmen First Solar macht auch in hohem Maße die Förderkürzung der Bundesregierung zum 1. April um bis zu 30 Prozent für die Werksschließung in Frankfurt/Oder und den Verlust von 1200 Jobs verantwortlich. Bundesumweltminister Norbert Rötten (CDU) hält dagegen, das Problem seien gigantische Überkapazitäten, die für einen enormen Kostendruck sorgen würden: "Herstellungskapazitäten von bis zu 70 Gigawatt stand 2011 ein Absatz von etwa 27 Gigawatt gegenüber".

Die Regierung will, dass die Verbraucher, die die Förderung über den Strompreis bezahlen, nicht über Gebühr zur Kasse gebeten werden. Helfen könnte der Branche daher wohl nur, wenn es nicht nur in Deutschland eine Energiewende gibt. Einen Hoffnungsschimmer hat hier am Donnerstag zumindest der Bonner Hersteller Solarworld zu vermelden. Man liefere künftig Module für Asiens größten Solarpark im indischen Bundesstaat Gujarat.