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Hessen will aus Erdwärme Strom erzeugen

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa

Darmstadt (dpa) - Der heißeste Fleck Hessens liegt ein paar Kilometer südlich von Rüsselsheim ­ und zwei Kilometer darunter. Durch die Ritzen und Poren des Tiefengesteins zwängt sich 120 Grad heißes Wasser. Das Nass ist gerade heiß genug, um damit Strom erzeugen zu können. "Wir hoffen, dass wir Stellen finden, an denen das Wasser sogar 170 Grad heiß ist", sagt der Geologe Wolfgang Herr von der Firma Everlasting Geo-Energies (EGE). Denn jedes Grad mehr würde die Leistung des Erdwärme-Kraftwerks erhöhen, das EGE in Trebur bei Rüsselsheim plant. Mit 3,4 Megawatt Leistung rechnen die Experten der Immenhausener Firma. Damit ließen sich etwa 10 000 Haushalte mit Strom versorgen.

Auch in Riedstadt und Walldorf soll das heiße Nass aus der Tiefe geholt werden. Für das Wiesbadener Wirtschaftsministerium ist das erst der Anfang: "Wir brauchen einen Schub für die Nutzung der Erdwärme", sagte Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) auf dem zweiten Tiefengeothermie-Forum in Darmstadt. Die Landesregierung werde sich dafür einsetzen, dass die Vergütung für Erdwärmestrom bei der Neuauflage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erhöht wird.

Derweil bereiten kleine Firmen die ersten Bohrungen in Hessen vor. EGE untersucht auf einem etwa fünf mal zehn Kilometer großen Areal rund um Trebur, wo es sich am ehesten lohnt, einen Stollen zu treiben. Dabei kommt es nicht nur auf die Temperatur des Wassers an, sondern auch auf die Beschaffenheit des Tiefengesteins. Es soll nämlich dem Kraftwerk als Wärmetauscher dienen. Aus einem Bohrloch strömt heißes Wasser an die Oberfläche und erzeugt dort Dampf, der eine Stromturbine antreibt. Anschließend wird das abgekühlte Wasser durch ein zweites Bohrloch wieder in die Tiefe gepumpt, wo es durch die Poren und Ritzen des heißen Gesteins fließt und sich dadurch wieder aufheizt. Das Wasserkarussell dreht sich umso schneller, je poröser die Felsen in der Tiefe sind.

Um ein Erdwärme-Kraftwerk wirtschaftlich zu betreiben, müssen pro Sekunde 50 Liter Wasser durch den Kreislauf fließen. "Die natürliche Porosität des Gesteins reicht aber nur für etwa 25 Liter pro Sekunde", schätzt Herr. "Deshalb müssen wir die Poren und Risse künstlich vergrößern." Damit haben Geologen bei anderen Erdwärmeprojekten schon Erfahrungen gemacht,­ auch schlechte. Mitten in Basel pumpten sie Wasser in 5000 Meter Tiefe, um die Risse im Granit zu erweitern. Das Gestein antwortete mit einem Beben der Stärke 3,4. Nach öffentlichen Protesten wurde das Baseler Projekt auf Eis gelegt, obwohl das Beben keine Schäden verursacht hatte.

"Auch in Trebur wird es zittern, wackeln und krachen, wenn wir Wasser in die Tiefe pumpen, um das Gestein durchlässig zu machen", sagte Ingo Sass von der Technischen Universität Darmstadt. Der Geologe schließt dabei Erdbeben von der Stärke 3,8 nicht aus. "Solche Erdstöße bringen aber höchstens einige Weingläser im Regal zum Wackeln", sagt Sass. Erst Beben ab der Stärke 4 verursachen Schäden an Gebäuden. "Die Bohrungen können derart starke Beben aus physikalischen Gründen aber nicht auslösen", beruhigte Sass. Der Druck des eingeleiteten Wassers sei kaum größer als der Lastdruck des darüber liegenden Gesteins. Deshalb sei die Energie, die das Einleiten des Wassers in das Gestein bringt, begrenzt - und damit auch die mögliche Erdbebenstärke. Darüber müsse die Bevölkerung vor den Bohrungen informiert werden, sagte Sass.

Die Bewohner des Rhein-Main-Gebiets müssten wohl viele Erbeben hinnehmen, falls das Erdwärme-Potenzial 2000 Meter unter dem hessischen Ried ausgeschöpft würde: 30 bis 40 Kraftwerke wie die in Trebur und Riedstadt geplanten müssten dafür gebaut werden, schätzt Sass. Zusammen brächten sie es etwa auf die Leistung eines Atomkraftwerks.

Der heiße Fleck unter dem Ried ist einmalig in Hessen. Überall sonst im Land müsste man viel tiefer bohren, um auf 120 Grad heißes Wasser zu stoßen. Das sei zwar technisch kein Problem, sagte Wolfgang Herr. "Bohrgeräte und qualifiziertes Personal ist jedoch knapp und deshalb teuer", meinte der Geologe einschränkend. Wirtschaftsminister Rhiel rief daher die großen Energieversorgungsunternehmen (EVUs) auf, sich an der Erschließung der Erdwärme zu beteiligen. "Die EVUs haben das nötige Kapital", sagte der Minister.