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EU-Energiekommissar: Steinkohle auch künftig unverzichtbar

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox | dpa

Lubmin (dpa) - Trotz der EU-Klimaschutzziele wird die Steinkohle nach Ansicht des EU-Energiekommissars Andris Piebalgs als Energieträger auch künftig unverzichtbar bleiben. Steinkohle trage wesentlich zur Versorgungssicherheit bei, sagte Piebalgs am Montag bei einem gemeinsamen Besuch mit Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) in Lubmin bei Greifswald. "Deutschland ist ein Industrieland und braucht Grundlastkapazitäten."

Ziel sei es, moderne Techniken wie die Clean-Coal-Technologien (Saubere Kohle) weiter zu entwickeln. Dazu gebe es Überlegungen, entsprechende Demonstrationskraftwerke mit Technologien zur CO2-Abtrennung und Speicherung zu fördern. Nach Einschätzung Piebalgs könnten die ersten Kraftwerke dieser Art frühestens 2015 arbeiten. Zunächst müssten die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden. Im Gegensatz zum Erdgas, dessen Preisentwicklung an den Rohölpreis gekoppelt sei, sei die Steinkohle noch lange und zu günstigen Preisen verfügbar, betonte Piebalgs.

Zuvor hatten Umweltschützer dem lettischen EU-Kommissar eine Petition überreicht, in der sie den Verzicht auf den Bau des umstrittenen Steinkohlekraftwerks des dänischen Energiekonzerns Dong Energy in Lubmin forderten. Sie befürchten durch das 1600 Megawatt- Kraftwerk und den Ausstoß von rund sieben Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr negative Auswirkungen auf die Umwelt der empfindlichen Schutzgebiete am Greifswalder Bodden sowie auf den Tourismus. Das Kraftwerk soll nach den Plänen des dänischen Investors 2012 in Betrieb gehen.

Ministerpräsident Ringstorff schlug Lubmin als Standort für ein Pilotprojekt umweltfreundlicher Kohlekraftwerke mit CO2-Abtrennung und Speicherung vor. "Wir haben unser Interesse angemeldet", sagte Ringstorff. Auch der dänische Investor Dong Energy äußerte Interesse an diesem Verfahren, in dessen Ergebnis der Emissionsausstoß von Kohlekraftwerken deutlich reduziert oder sogar vermieden werden könne. Dazu könne das geplante Kraftwerk in Lubmin nachgerüstet werden.

In Anwesenheit der beiden Politiker nahm die Premicon Biodiesel GmbH eine neue 38 Millionen Euro teure Biodieselanlage in Lubmin in Betrieb. Von 2008 an sollen in der Presserei jährlich rund 62 Millionen Liter Biodiesel aus rund 150 000 Tonnen Rapssaat produziert werden. Veränderungen in der Besteuerung von Biodiesel hatten den Produktionsstart um mehrere Monate verzögert. Der Premicon- Vorstandsvorsitzende Klaus Hildebrand forderte den Gesetzgeber zu Korrekturen und einer Ausweitung der Beimischungspflicht von Biodiesel auf. In der jetzigen Form sei der Biodiesel nicht mehr wettbewerbsfähig.

Neben dem Steinkohlekraftwerk sind in den kommenden Jahren am früheren Standort des ehemaligen DDR-Atomkraftwerkes weitere Investitionen auf dem Energiesektor geplant. In Lubmin soll von 2010 an die deutsch-russische Erdgaspipeline anlanden. Durch sie sollen zunächst 27,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr von Russland nach Deutschland sowie in das westeuropäische Erdgasnetz strömen. 2012 soll nach den Plänen des deutsch-russischen Betreiberkonsortiums Nord Stream die Transportkapazität mit einem zweiten Pipelinestrang verdoppelt werden. Zudem plant die Choren-Gruppe in Lubmin eine Produktionsstätte für synthetischen Diesel. Lubmin wird zudem Knotenpunkt bei der Anlandung von Energie aus Offshore-Anlagen in der Ostsee vor Rügen. Darüber hinaus sind zwei Gaskraftwerke in der Gemeinde am Greifswalder Bodden geplant.

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) will Mecklenburg-Vorpommern seine Potenziale als Energieland weiter ausbauen. Dazu biete der Standort Lubmin hervorragende Bedingungen. Die Stromerzeugung im Land liege mit 7,2 Millionen Megawattstunden heute fast ein Zehntel über dem Stromverbrauch des Landes. Damit habe sich Mecklenburg-Vorpommern auch durch den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien vom Stromimporteur zum Stromexporteur entwickelt, sagte Seidel. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung des Landes habe sich in den vergangenen zehn Jahren fast verzehnfacht und liege nun bei rund 32 Prozent.