Cookie-Einstellungen

Für unseren Service speichern wir Cookies und andere Informationen auf Ihren Geräten und verarbeiten damit einhergehend Ihre personenbezogene Daten bzw. greifen auf solche zu. Manche helfen uns, das Nutzungserlebnis unserer Services zu verbessern, sowie personalisierte Empfehlungen und Werbung auszuspielen. Hierfür bitten wir um Ihre Einwilligung. Sie können diese jederzeit über die Cookie-Einstellungen, erreichbar über den Link "Cookies" im Footer wie auch unter Ziffer 11 unserer Datenschutzbestimmungen, ändern und widerrufen.

Cookie-Einstellungen

Für unseren Service speichern wir Cookies und andere Informationen auf Ihren Geräten und verarbeiten damit einhergehend Ihre personenbezogene Daten bzw. greifen auf solche zu. Manche helfen uns, das Nutzungserlebnis unserer Services zu verbessern, sowie personalisierte Empfehlungen und Werbung auszuspielen. Hierfür bitten wir um Ihre Einwilligung. Sie können diese jederzeit über die Cookie-Einstellungen, erreichbar über den Link "Cookies" im Footer wie auch unter Ziffer 11 unserer Datenschutzbestimmungen, ändern und widerrufen.

Deine Privatsphäre Einstellungen

Für unseren Service speichern wir Cookies und andere Informationen auf Ihren Geräten und verarbeiten damit einhergehend Ihre personenbezogene Daten bzw. greifen auf solche zu. Manche helfen uns, das Nutzungserlebnis unserer Services zu verbessern, sowie personalisierte Empfehlungen und Werbung auszuspielen. Hierfür bitten wir um Ihre Einwilligung. Sie können diese jederzeit über die Cookie-Einstellungen, erreichbar über den Link "Cookies" im Footer wie auch unter Ziffer 11 unserer Datenschutzbestimmungen, ändern und widerrufen.

Diese Cookies und andere Informationen sind für die Funktion unseres Services unbedingt erforderlich. Sie garantieren, dass unser Service sicher und so wie von Ihnen gewünscht funktioniert. Daher kann man sie nicht deaktivieren.

Wir möchten für Sie unseren Service so gut wie möglich machen. Daher verbessern wir unsere Services und Ihr Nutzungserlebnis stetig. Um dies zu tun, möchten wir die Nutzung des Services analysieren und in statistischer Form auswerten.

Um unseren Service noch persönlicher zu machen, spielen wir mit Hilfe dieser Cookies und anderer Informationen personalisierte Empfehlungen und Werbung aus und ermöglichen eine Interaktion mit sozialen Netzwerken. Die Cookies werden von uns und unseren Werbepartnern gesetzt. Dies ermöglicht uns und unseren Partnern, den Nutzern unseres Services personalisierte Werbung anzuzeigen, die auf einer website- und geräteübergreifenden Analyse ihres Nutzungsverhaltens basiert. Die mit Hilfe der Cookies erhobenen Daten können von uns und unseren Partnern mit Daten von anderen Websites zusammengeführt werden.

Atommülllager Asse: Erhöhte Krebsraten in der Region

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa | dapd

Hannover - Die Zahl der an Leukämie erkrankten Männer in der Samtgemeinde Asse, auf deren Gebiet das Atommülllager Asse liegt, ist einem Medienbericht zufolge doppelt so hoch wie statistisch zu erwarten. Die Zahl der Schilddrüsenkrebs-Erkrankungen  habe sich bei Frauen sogar verdreifacht. Eine Ursache dafür konnte bisher nicht festgestellt werden. Das berichtete das NDR-Fernsehen am Donnerstag in der Sendung "Hallo Niedersachsen". Der Sender stützt seine Aussagen auf Auswertungen des Epidemiologischen Krebsregisters (EKN), die ihm exklusiv vorlägen und vom Sozialministerium bestätigt worden seien.

Nach Auskunft des Sozialministeriums sei die Erkrankungshäufigkeit von Leukämie für Männer statistisch signifikant erhöht. Im Zeitraum von 2002 bis 2009 wurden demnach statt erwarteter fünf Fälle zwölf Fälle festgestellt. Die vorliegenden Daten zu den Krebsfällen in der Samtgemeinde Asse würden derzeit weiter ausgewertet. Der detaillierte Bericht des EKN werde Anfang Dezember fertiggestellt sein.

Die Erkrankungsrate für Schilddrüsenkrebs bei Frauen ist laut Bericht im untersuchten Zeitraum sogar verdreifacht. Die Erkrankungshäufigkeit für Leukämien bei Frauen sei ebenfalls erhöht, allerdings nicht signifikant. Die Krebsfälle insgesamt lägen bei Männern und Frauen im Erwartungsbereich.

Politiker zeigen sich besorgt

Laut Sozialministerium sei bisher nicht bekannt, welchen Einfluss Lebensalter oder Berufstätigkeit auf die Erkrankungen hätten, da bisher ausschließlich anonymisiertes Datenmaterial vorliegt. Anfang kommenden Jahres werde das Bundesamt für Strahlenschutz ein vorsorgliches Bevölkerungsmonitoring in der Samtgemeinde anbieten, von dem man sich weitere Aufschlüsse erhofft.

Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Heidemarie Mundlos und der Wolfenbütteler FDP-Abgeordnete Björn Försterling äußerten sich besorgt über die Häufung von Leukämieerkrankungen in der Samtgemeinde Asse. Es sei vor allem schwierig, "mit der Unsicherheit umzugehen", sagt Mundlos. Jedoch wisse man "immer noch zu wenig über die Ursachen von Leukämie". Man brauche dringend "eine intensivere Forschung in diesem Bereich".

Försterling sagte: "Wir wissen nicht, ob es einen Zusammenhang mit der Schachtanlage Asse gibt. Aber wir können ihn auch nicht mit Sicherheit ausschließen." Die Menschen hätten ein Recht darauf, dass "wir eine penible Ursachenforschung in alle Richtungen machen".

Schostok sieht "neues Kapitel" in Atomkraftnutzung

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Stefan Schostok, sprach mit Blick auf die bekannt gewordenen Zahlen von einem "Schock". Es sei nun vordringliche Aufgabe der Landesregierung, im Zusammenspiel mit Bundes- und Landesbehörden die bisher vorliegenden Erkenntnisse noch weiter zu vertiefen. Er begrüße, dass das Sozialministerium eine umfassende Unterrichtung des Parlaments innerhalb kürzester Zeit zugesagt habe, sagte Schostok.

Er fügte hinzu: "Sollte die Häufung von Leukämiefällen in der Samtgemeinde Asse tatsächlich mit dem dortigen Atommülllager in Zusammenhang stehen, und diese Vermutung liegt nahe, dann wurde mit dem heutigen Tag ein neues, dramatisches und tragisches Kapitel in der Historie der Atomenergie-Nutzung in Deutschland aufgeschlagen." Die Debatte um Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken und die Endlagerung von Atommüll werde "ab morgen anders geführt werden müssen".

Im Atommülllager Asse nahe Wolfenbüttel lagern seit 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach und mittel radioaktivem Atommüll.

Bundesamt für Strahlenschutz dementiert

Inzwischen hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dementiert, dass der Anstieg der Krebserkrankungen durch den aktuellen Betrieb des Atommülllagers verursacht wurde. Die Überwachungsmessungen über und unter Tage zeigten, "dass zum jetzigen Zeitpunkt von der Asse weder für die Beschäftigten, noch für die Bevölkerung eine Gefahr ausgeht", erklärte die Behörde am Freitag.

Nach dem "gegenwärtigen Stand von Wissenschaft und Technik" ergäben sich keine Hinweise auf Emissionen aus dem aktuellen Betrieb der Asse, die einen Zusammenhang mit Erkrankungen in der Bevölkerung zuließen, sagte ein BfS-Sprecher. Erst kürzlich hätten Auswertungen von Boden- und Ackerfrüchteproben ergeben, dass keine Gefahrensituation in der Umgebung der Asse vorliege.

Nach der Übernahme des Atommülllagers Asse im Jahr 2009 hatte das BfS dort umfassende Strahlenschutz- und Überwachungsmaßnahmen eingerichtet. Dazu gehören Schutzmaßnahmen unter Tage sowie die Überwachung der möglichen Austrittswege von Radioaktivität.

Niedersächsische Landesregierung verspricht "zügige Aufklärung"

Die niedersächsische Landesregierung will der massiven Häufung von Blutkrebsfällen rund um das marode Atommülllager Asse so rasch wie möglich auf den Grund gehen. Gesundheitsministerin Aygül Özkan (CDU) dringe auf eine "zügige, transparente Aufklärung" mit Hilfe des betroffenen Landkreises Wolfenbüttel, sagte ihr Sprecher Thomas Spieker am Freitag in Hannover. Aus der Staatskanzlei hieß es, auch Ministerpräsident David McAllister (CDU) wolle dazu beitragen, die Ursachen für die überdurchschnittlich hohe Zahl an Leukämie-Erkrankungen "in bestmöglicher Weise" zu ermitteln.