Kinder und Internet

Ratgeber / Internet

Bild: Adresszeile Internetbrowser Bild: ©Paulus Nugroho/fotolia.com / Text: von Thorsten Storck

Eltern sollten Kinder nicht alleine im Internet surfen lassen. Nur so könnten die Jungen und Mädchen vor Gewaltszenen und pornografischen Darstellungen im Netz geschützt werden, rät die Initiative "Schau hin" in Hamburg. Mehr als 50 Prozent der Kinder gehe ohne Begleitung Erwachsener online. Dabei können Kinder bereits früh an das Internet herangeführt werden, sie sollten dazu aber lesen und schreiben können. Das brauchen sie, um sich im Netz bewegen zu können - beispielsweise zum Eintippen einer Internetadresse. Für den Einstieg gibt es Portale wie beispielsweise das Angebot unter www.blinde-kuh.de.

Internetzeit begrenzen und Daten schützen

Grundsätzlich sollten Kinder pro Tag nur eine bestimmte Zeit vor einem Bildschirm verbringen. Computer, Fernseher und Spielekonsolen werden dabei zusammen betrachtet. Kinder unter 6 Jahren sollten maximal 30 Minuten pro Tag vor dem Bildschirm sitzen. Für 6- bis 9-Jährige werden maximal 60 Minuten empfohlen, für 9- bis 12- Jährige 90 Minuten. Denn Kinder sollten auch mal rauskommen und sich bewegen. Dennoch ist es empfehlenswert, Kinder früh mit dem Internet vertraut zu machen. In der Grundschule wird oft schon der Grundstein für Medienkompetenz gelegt, zu Beispiel mit einer "Medienecke".

Einige Verhaltensregeln zum Umgang mit anderen Internetnutzern sollten den Kindern von Anfang an beigebracht werden: Wer Foren oder Chats benutzt, sollte nie persönliche Daten wie Alter, Wohnort, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer angeben. Auch wenn der Chat-Partner vertrauenserweckend wirkt, muss er das noch lange nicht sein. Wer chatten möchte, sollte das nur mit einem Nickname, also einem Spitznamen, tun. Denn Daten in Communitys leben lange: Einmal im Netz veröffentlichte Informationen lassen sich später nur schwer kontrollieren oder löschen. Wie an einem Schwarzen Brett bleibt einiges für Fremde womöglich sichtbar. Je sparsamer Nutzer mit persönlichen Daten sind, desto sicherer ist das Social Network.

Internetfilter anlegen

Internetfilter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen funktionieren nur bedingt. Aufgabe der Schutzsysteme ist es grundsätzlich, Pornografie, Gewaltdarstellungen oder auch Nazi-Propaganda im Internet automatisch abzublocken. Zusätzlich sollten unerwünschte Webseiten über Whitelists gefiltert werden: Dabei legen Eltern fest, welche Seiten im Internet für den Nachwuchs zugänglich sind - der Rest bleibt gesperrt. Umgekehrt funktionieren Blacklists. Hier werden über den Filter die nicht erwünschten Seiten abgeblockt. Zusätzlich kommen bei manchen Systemen noch Wortfilter zum Einsatz, die nach markanten Begriffen suchen und entsprechende Seiten sperren.

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