Kinder und Handy: Am besten ein robustes Gerät mit Prepaidkarte
- 1 | Kinder und Handy: Am besten ein robustes Gerät mit Prepaidkarte
- 2 | Welcher Tarif, welches Handy?
- 3 | Gesundheitsrisiken und Ortung
- Prepaid-Guthaben: Zeitliche Begrenzungen unzulässig
- Handyvertrag und Gebühren bei Tarifwechsel
- Handy anstatt Festnetz?
- Website der Björn Steiger Stiftung
Für Heranwachsende sind Handys so normal wie Seifenopern und Computerspiele. Neun von zehn Jugendlichen in Deutschland haben ein Mobiltelefon. Bei den Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren beträgt die Quote immerhin 44 Prozent, so die Zahlen des Branchenverbandes BITKOM in Berlin, die auf einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) basieren.
Trotz dieser Zahlen tauchen bei Eltern viele Fragen auf, wenn es um das Thema Mobiltelefon geht. Zwar will man einerseits, dass das Kind erreichbar ist und im Notfall anrufen kann. Andererseits fürchtet man, dass die Sprösslinge ein Vermögen vertelefonieren oder durch das Handy ständig abgelenkt sind. Hinzu kommen Meldungen über Pornographie und Gewaltvideos, die auch über das Handy verbreitet werden können.
Dass Kinder das Handy technisch beherrschen, steht wohl außer Frage. Darauf, dass sie damit verantwortungsvoll umgehen, sollten sich Eltern nicht unbedingt verlassen. Die Vorsicht beginnt mit der Auswahl eines geeigneten Tarifs - und da sind sich die Experten einig: "Es sollte eine Prepaid-Karte sein", sagt Markus Wolf von der Stiftung Warentest in Berlin. "Dann kann nur das bereits aufgeladene Guthaben vertelefoniert werden. Und es gibt keine monströsen Rechnungen am Ende des Monats."
Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in Kiel sieht in der Prepaid-Karte auch eine pädagogische Funktion: Sie lehre Kinder den Umgang mit einem begrenzten Geldbetrag.

