Ausblick: Die Mobilfunkbranche im Wandel
- Frequenzauktion: BUND warnt vor Ausbau der Mobilfunknetze
- Mobilfunknetze der 4. Generation noch nicht alltagstauglich
- Schnelle Internetverbindungen starten Mobilfunk-Revolution
- Microsoft will mit neuem Handy-Betriebssystem im Mobilfunkmarkt aufholen
- Google will mit neuer Strategie Mobilfunkpotenzial nutzen
- Mobilfunkbetreiber nehmen mit eigenen Apps Apple ins Visier
Die Zeit für die dritte Mobilfunk-Generation (UMTS) ist gekommen und die vierte Generation (LTE) steht schon in den Startlöchern - die Mobilfunkbranche befindet sich im Wandel. Die etablierten Mobilfunkkonzerne, Gerätehersteller, Online-Dienstanbieter und Softwareschmieden rüsten sich mit schnellerem Datenzugang an jedem Ort sowie multifunktionalen Endgeräten und Anwendungen, die jeden erdenklichen Bedarf abdecken sollen. Der Trend geht klar in Richtung mobiles Internet.
Bereits im Sommer 2000 wurden die Lizenzen für das „Universal Mobile Telecommunication System“ (UMTS) vergeben. UMTS ist die Grundlage für den Wandel in der Mobilfunkbranche, denn es ermöglicht deutlich höhere Datenübertragungsraten (bis zu 7,2 Mbit/s) als mit dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G). Diese schnelle Datenübertragungsgeschwindigkeit wiederum erlaubt umfassende multimediale Dienste, welche sich zunehmender Beliebtheit erfreuen.
Laut der Bundesnetzagentur waren Ende 2009, also knapp zehn Jahre nach Einführung, bereits etwa 26 Millionen UMTS-Geräte in den deutschen Mobilfunknetzen eingebucht. Davon nutzen etwa 19 Millionen Teilnehmer regelmäßig UMTS-Dienste. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 lag dieser Wert noch bei 9,2 Millionen Teilnehmern. Anteil an dem schnellen Wachstum der mobilen Internetsparte haben vor allem die multimedialen Endgeräte: Smartphones und Netbooks.
Während sich UMTS immer stärker auf dem Markt durchsetzt, steht bereits die Lizenzvergabe für den Standard der vierten Generation vor der Tür: LTE („Long Term Evolution“) wird der neue Standard heißen, der Geschwindigkeiten von theoretisch bis zu 100 Mbit/s ermöglichen soll. Jedoch muss nach der Lizenzvergabe die dafür notwendige Infrastruktur erst einmal aufgebaut werden. Auch die aktuellen mobilen Endgeräte sind noch nicht LTE-tauglich.

