Verbraucherzentrale: Verbraucher sollten zur Europawahl gehen
Berlin - Viele Entscheidungen, die vor allem die Verbraucher betreffen, werden letztlich in Brüssel getroffen. Aus diesem Grund ruft der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) alle dazu auf, zur Europawahl zu gehen, schon allein zur Wahrung der eigenen Interessen als Verbraucher und Konsumenten. Denn gegenüber den nationalen Regierungen kann sich die EU stärker gegen die Monopolstellungen der Großkonzerne durchsetzen, wie beispielsweise die jüngsten Kartellverfahren gegen Microsoft und Intel belegen. Die Website www.europa-fuer-verbraucher.de hält Antworten der Spitzenkandidaten zu verbraucherpolitischen Fragen bereit und enthält eine Bilanz der EU-Politik der vergangenen Jahre.
„Viele Dinge des Konsumalltags bestimmt die EU. Außerdem legt sich Brüssel auch mit den großen Konzernen an und sorgt für mehr Wettbewerb im Interesse der Verbraucher“, erklärt Vorstand Gerd Billen.
Wie wichtig Europa für die Verbraucher ist, zeigt sich unter anderem im Energiemarkt. Hierfür sieht der Verbraucherzentrale Bundesverband in der Entflechtung der Netze nach wie vor die größten Potenziale für einen funktionierenden Wettbewerb. „Damit Strom- und Gaspreise spürbar sinken, muss die Monopolstellung der großen Versorger beendet werden“, so Billen. „Die EU ist hier durchsetzungsfähiger als die nationalen Regierungen.“ Die Kommission will den anhaltenden Mängeln beim Wettbewerb mit einem vierten Regulierungspaket begegnen.
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