Verband warnt vor hohen Stromkosten durch Emissionshandel

dpa, Verivox | 29.04.2008
Bild: Stromleitungen


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Berlin (dpa) - Durch EU-Pläne zur Versteigerung von CO2-Emissionszertifikaten droht nach Einschätzung der industriellen Stromkunden ein massiver Anstieg der Energiepreise. Für die Jahre 2013 bis 2020 sei mit einer Zusatzbelastung von insgesamt über 100 Milliarden Euro zu rechnen, ohne dass es dadurch zusätzliche CO2-Einsparungen geben werde, warnte der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) am Dienstag in Berlin.

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Unternehmen benötigen die CO2-Zertifikate für den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). Bislang werden diese Verschmutzungsrechte bis zu einer bestimmten Obergrenze noch kostenlos zugeteilt, aber ab 2013 sollen die Zertifikate nach dem Willen der EU-Kommission zu 100 Prozent versteigert werden.

Der VIK, der die Interessen von energieintensiven Branchen wie der Aluminium- und Chemieindustrie vertritt, lehnt dieses Vorhaben ab. Stattdessen sprach sich VIK-Geschäftsführer Alfred Richmann dafür aus, die Zertifikate bis zu einer jährlich sinkenden Obergrenze weiter kostenlos zu verteilen und nur für die darüber hinaus gehenden Emissionen Geld zu verlangen. Die Versteigerung aller Verschmutzungsrechte führe hingegen zu erheblichen Kosten bei den Energiekonzernen und damit zu höheren Strompreisen.



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