Umweltforscher von Weizsäcker fordert "moderne Ökosteuer"

ddp | 10.05.2010
Bild: Zwei Hände halten schützend die Erde


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Frankfurt/Main - Der Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker fordert die Einführung einer "modernen Ökosteuer" für alle energieverbrauchenden Branchen. Laut seinem Vorschlag sollten die Energie- und Ressourcenpreise jedes Jahr so stark angehoben werden wie die Effizienzverbesserungen im Vorjahr ausfallen. "Wenn die Autoflotte 2010 um zwei Prozent effizienter wird als 2009, dann darf der Sprit 2011 um zwei Prozent - plus Inflation - teurer werden", sagte von Weizsäcker gegenüber der "Frankfurter Rundschau".


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Der Wissenschaftler macht sich dafür stark, dass die Politik einen solchen Mechanismus langfristig festklopft. Dies schaffe Sicherheit für alle Marktteilnehmer. Zugleich würden damit Innovationen und mehr Effizienz bei Energie in Deutschland angestoßen. "Wir katapultieren uns an die Spitze des technischen Fortschritts", sagte Weizsäcker. Wenn die Preise für Energie und CO2-Ausstoß in Zukunft steigen, werde die höhere Effizienz der deutschen Industrie zu einem Vorteil gegenüber Konkurrenten in anderen Ländern, die weniger effizient seien.

Weizsäcker ist einer der einflussreichsten Umweltexperten in Deutschland. Er leitet eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe des UN-Umweltprogramms Unep zum Ressourcenschutz und ist Mitglied des Think Tank Club of Rome.



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