Testwahl: Nachfolge von IAEA-Chef El Baradei weiter unklar
Wien - Die Nachfolge für den langjährigen Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohammed el Baradei, bleibt weiterhin ungeklärt. Bei einer Testwahl unter den 35 Mitgliedern des Gouverneursrats der UN-Behörde erhielt am Dienstag keiner der fünf Kandidaten die notwendige Zustimmung von mindestens 24 Ländern. Zwei der Kandidaten erhielten nicht eine einzige Stimme. Mit einem neuen Wahlgang wird jetzt erst im kommenden Juli gerechnet. El Baradeis dritte Amtszeit geht im November zu Ende. Sein Nachfolger muss bis zur Generalversammlung der IAEA im September feststehen.
Bei der Testwahl am Dienstag erhielt der japanische IAEA- Botschafter Yukiya Amano mit 20 Stimmen die meisten Stimmen vor dem südafrikanischen Abrüstungsexperten Abdul Samad Minty, der es nur auf 11 Stimmen brachte. Der spanische Kandidat Luis Echavarri, Chef der Pariser Atomenergie-Agentur der OECD, erhielt die Zustimmung von 4 Ländern, während der belgische Ex-Minister Jean-Pol Poncelet und der slowenische Diplomat Ernest Petric leer ausgingen.
Amano wird vor allem von westlichen Ländern, insbesondere den USA unterstützt. Minty dagegen stützt sich überwiegend auf die Entwicklungsländer innerhalb des Gouverneursrats. Bereits im März hatten mehrere Wahlgänge kein Ergebnis gebracht.
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