Telekom-Unternehmen rütteln an der Netzneutralität

ddp | 12.08.2010
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Berlin - Die deutschen Telekommunikations-Unternehmen und Kabelanbieter attackieren die sogenannte Netzneutralität. "Wir brauchen eine Kostenbeteiligung von Anbietern, die starken Datenverkehr verursachen", so Peter Charissé, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Kabelnetzbetreiber, gegenüber der "Berliner Zeitung".


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Diese Forderung kommt auch vom Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko). Eine Kostenbeteiligung stelle sicher, dass Investitionen sich für die Netzbetreiber lohnen.

Beiden Verbänden schwebt ein Modell mit abgestuften Gebühren vor. "Die Kostenbeteiligung muss mit der Höhe der Datenmenge wachsen", sagt Charissé. Er hält zudem eine "Bagatellgrenze" für wichtig. Liegt die Datenmenge darunter, wird keine digitale Maut verlangt. "Damit stellen wir sicher, dass Start-up-Firmen nicht mit zusätzlichen Kosten belastet werden."

Über Netzneutralität werde dem Blatt zufolge insbesondere in den USA heftig diskutiert. Der Internetgigant Google mache sich dafür stark, die bislang praktizierte Gleichbehandlung von Diensteanbietern durch Netzbetreiber aufzugeben. Google will zumindest für mobile Internetdienste eine Vorzugsbehandlung gegen Bezahlung durchsetzen.



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