Telekom droht Prepaid-Kunden: Aufladen oder Kündigung
Bonn - Prepaid-Karten sind besonders bei Wenig-Telefonierern beliebt – bei der Deutschen Telekom jedoch überhaupt nicht. Denn die Prepaid-Karten spülen nur wenig Geld in die Kasse des Anbieters. Deshalb droht die Telekom jetzt mit Vertragskündigungen.
Der Mobilfunkanbieter fordert laut einem Bericht von n-tv Prepaid-Kunden dazu auf, ihre Prepaid-Karte aufzuladen, andernfalls werde der Vertag gekündigt. „Diese Friss-oder-Stirb-Ankündigung entbehrt jedoch einer Rechtsgrundlage in den eigenen AGB“, betont die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.
In den AGB der Telekom können keine Anhaltspunkte für einen solchen Schritt entdeckt werden. Im Gegenteil: In den AGB steht, dass der Vertrag nach Freischaltung der SIM-Karte auf unbestimmte Zeit läuft.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt Kunden, im Falle einer Kündigung auf die Erstattung des noch nicht verbrauchten Guthabens zu pochen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Oberlandesgericht Köln entschieden, dass das Restguthaben auch von bereits abgelaufenen Karten zu erstatten ist.
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