Studie: Viele Unternehmen haben Probleme mit Datensicherheit
Wiesbaden - Laut einer Umfrage hat in Deutschland mehr als jedes zehnte Unternehmen Probleme mit der Sicherheit seiner Informationssysteme. Bei einer Befragung des Statistischen Bundesamtes sagten drei von vier (74 Prozent) der betroffenen Unternehmen, dass im vergangenen Jahr wegen Hard- oder Softwarefehlern Daten zerstört oder verändert wurden sowie bestimmte Dienste ihrer Informations- und Kommunikationssysteme nicht verfügbar waren.
Mehr als jedes vierte Unternehmen (28%) hatte Probleme, weil Schadsoftware oder nicht autorisierte Zugriffe zur Veränderung beziehungsweise Zerstörung von Daten führten. Sogenannte Phishing-Angriffe störten nur bei 3 Prozent der betroffenen Firmen die Systeme.
Für die Erhebung im Berichtsjahr 2010 untersuchten die Statistiker erstmals auch die mitarbeiterbezogenen Maßnahmen der Unternehmen. Demnach führt jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) obligatorische Schulungen zum Thema IT-Sicherheit durch. 37 Prozent informierten ihre Beschäftigten in freiwilligen Schulungen oder stellten die Sicherheitsrichtlinien im Intranet oder per Rundschreiben bereit. Die Möglichkeit, den korrekten Umgang sowie spezielle Sicherheitsvereinbarungen in konkreten Verträgen festzuhalten, werde bereits von 36 Prozent der Firmen genutzt, hieß es.
In Bezug auf technische Sicherheitsvorkehrungen gaben den Angaben zufolge 42 Prozent der Unternehmen an, eine strenge Passwort-Authentifizierung einzusetzen. Die externe Datensicherung sei mit einem Anteil von 55 Prozent das am häufigsten genannte Sicherheitsverfahren.
Die Bedeutung des Themas spiegele sich auch in der Tatsache wider, dass bereits jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) in Deutschland über ein formell festgelegtes Konzept zur IT-Sicherheit verfüge.
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