Stiftung Warentest: Empfangsprobleme kosten iPhone den Testsieg
Berlin - Die Empfangsprobleme kosteten dem iPhone 4 von Apple den Sieg in einem Smartphone-Test der Stiftung Warentest. Das iPhone 4 musste sich gegenüber zwei Geräten des Widersachers Nokia geschlagen geben. Die beiden Nokia-Smartphones X6 und 5230 landeten mit der Note 2,2 an der Spitze. Dies berichtet die Stiftung in Berlin in ihrer Zeitschrift "test" (Ausgabe 09/2010). Das iPhone 4 folgt hinter Nokia mit der Note 2,3 - ebenso wie zwei BlackBerry-Geräte. 18 Smartphones wurden insgesamt geprüft.
Der Klotz am Bein war für das iPhone vor allem die Wertung für die Telefonfunktion: Mit 2,6 gab es nur ein "befriedigend" und damit die schlechteste Note im Test, während die beiden Nokias auf 2,0 und 2,1 kamen. Das iPhone zeige sich beim Telefonieren "zickig", bemängeln die Tester. Beim Berühren der bekannten kritischen Stelle der Antenne links unten am Gehäuse sei die Funkleistung im Test um mehr als 90 Prozent gesunken. Apple bietet Nutzern inzwischen eine kostenlose Schutzhülle an.
Auch bei der integrierten Kamera fanden die Tester die Nokias besser. Dagegen lag das Apple-Handy als Musikspieler und Internetgerät vorn. "Akku schwach bei Internetnutzung", hieß es hingegen zu den Nokia-Telefonen.
Kritisch sieht die Stiftung Warentest, dass der Nutzer das iPhone erst nach einer Anmeldung bei Apples iTunes-Store in Betrieb nehmen kann. So gab es für "Gebrauchsanleitung und Inbetriebnahme" nur die Note 3,0. Pluspunkte brachte dem iPhone das Display, das mit 960 mal 640 Pixeln die beste Auflösung im Testfeld hatte.
Weitere Nachrichten vom 26.08.2010
- Google will Telefon und E-Mail zusammenführen
- Vor Rückruf einer unbekannten Nummer Vorwahl prüfen
- Viele Smartphones können mit iPhone mithalten
- Energiekonzept - diese Fragen sind noch offen
- Energieversorger EWE verzeichnet Gewinnrückgang
- Stiftung Warentest: Angebote der großen Netzbetreiber teuer
- Radiohören und Fernsehen per Internet zunehmend beliebt
- Rechte und Pflichten im Internet - Informationsportal klärt auf
- "Cloud"-Speicher mit neuem App auch offline nutzen
- E-Postbrief weist im Test noch Mängel auf
- Streit über das neue Kohlekraftwerk Moorburg wird beigelegt
- Merkel auf Energiereise: zusätzliche Abgabe für Atomkonzerne?
- Kalender von Outlook und Google synchronisieren
- Verwendungszweck der Atomsteuer bleibt weiter umstritten
- Scareware spielt mit Angst der Nutzer
- Das Ende der Ölpreisbindung?
- Ölpreise: weiter leichte Erholung, Kauflaune bei günstigen Kursen

