SPD-Umweltexperten: Ende der Erkundung in Gorleben
Berlin - Im andauernden Streit über ein Endlager für hoch radioaktiven Müll haben nun auch SPD-Umweltpolitiker ein Positionspapier vorgelegt. Eine "Vorauswahl von mindestens fünf Standorten" wird darin gefordert, die in einem zweiten Schritt "auf mindestens zwei Standorte" eingegrenzt werden sollen. Dies berichtet die "Nordwest Zeitung" (Donnerstag). "Die Erkundung von Gorleben wird beendet", zitiert die Zeitung weiter aus den ihr vorliegenden Eckpunkten der Umweltexperten der SPD-Bundestagsfraktion, Ute Vogt und Matthias Miersch.
In dem Papier werde eine "einfache und sichere Rückholbarkeit der Abfallbehälter bis zum Verschluss des Endlagers" in einem Zeitraum von "50 bis 60 Jahre" gefordert. Dies sei nötig, um alle Erkenntnisse, die in dieser Zeit gewonnen werden, für die Sicherheit zu nutzen.
"Darüber hinaus sollten die Abfallbehälter für einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren durch bergmännische Verfahren sicher rückholbar sein, um auf unvorhergesehene Risiken reagieren zu können", zitiert die Zeitung weiter. Die Grünen haben bereits als erste Bundestagsfraktion ein Konzept für die geplante bundesweite Suche nach einem Endlager beschlossen.
Auch sie fordern, dass der seit 35 Jahren diskutierte Standort im niedersächsischen Wendland möglichst komplett gestrichen wird. Noch in diesem Jahr soll nach ihrem Willen ein Such-Gesetz auf den Weg gebracht werden. Zwischen 2014 und 2016 sollen mindestens vier aussichtsreiche Standorte festgelegt werden. Bund und Länder wollen bis Mitte des Jahres einen Entwurf vorlegen.
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