Sparpotenzial: Sammelkabel für Offshore-Windparks
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Brüssel - Offshore-Windparks sind eine teure Angelegenheit - vor allem, was die Anbindung ans Festland betrifft. Die Betreiber könnten rund 14 Milliarden Euro einsparen, wenn sie ihre zukünftige Windenergie nicht getrennt, sondern per Sammelkabel übertragen. Dies ergab eine Studie, die am Mittwoch in Brüssel vorgestellt wurde. Sie konzentriert sich vor allem auf den Ausbau von Windparks in Nord- und Ostsee sowie Irischer See und Ärmelkanal.
An der Studie wirkten die Deutsche Energie-Agentur (Dena) sowie der Europäische Windenergieverband (EWEA) mit. Zugrunde gelegt wurde dabei, dass 114 Offshore-Windparks in Gruppen auf See zusammengeschlossen und dann per Sammelkabel mit dem Festland verbunden werden. Die Sammelanbindungen würden nicht nur die Kosten und den logistischen Aufwand drücken; darüber hinaus könnten auch Eingriffe in die Umwelt bei der Kabelverlegung am Meeresgrund verringert werden, hieß es in einer Mitteilung der Dena. Um die Sammelanbindungen zu erleichtern, müssten die Anrainerstaaten aber die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Stromtransporte harmonisieren.
Offshore-Windparks sind ein Hauptfaktor beim Wachstum der Erneuerbaren Energien. Die Anbindung ans Festland ist aber kompliziert, weil zum Beispiel die Bedingungen für die öffentliche Vergütung des Stroms variieren, je nachdem, wo der Strom an Land ankommt. Zudem wird die Windkraft auf die EU-Klimaziele der jeweiligen Länder angerechnet. Bei einer Sammelanbindung von Parks zwischen zwei Ländern müsste darum klar sein, welches Land die Energie anrechnen darf.
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