Solaranlagen bleiben erstklassige Kapitalanlage
- Deutsche Solarindustrie verliert Anschluss an Weltmarkt
- Experten: Trotz Kürzung der Fördermittel lohnen sich Solaranlagen
- Solar-Kompromiss von Bundesrat genehmigt
- Röttgen verteidigt Senkung der Solarförderung
- Solaranlagen auf dem Dach sind brandgefährlich für die Feuerwehr
- Kompromiss zur Solarförderung stößt auf geteiltes Echo
- Solarstrom-Förderung: Einigung auf Kürzungen in zwei Schritten
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Berlin - Laut Einschätzungen der Zeitschrift "Finanztest" ist eine Solaranlage auf dem Hausdach auch trotz der nun sinkenden Fördersätze "eine erstklassige Kapitalanlage". Anlagen, die im zweiten Halbjahr installiert wurden, können weiterhin Renditen von fünf bis neun Prozent abwerfen. Eine gute Lage des Hauses mit viel Sonneneinstrahlung bleibt jedoch Voraussetzung. Dies berichtet die Zeitschrift in ihrer August-Ausgabe.
Doch selbst durchschnittliche Stromerträge reichten noch aus, um eine Dachanlage auch in Zukunft rentabel zu betreiben. Zwar habe die Bundesregierung eine Kürzung der Fördersätze beschlossen, jedoch seien auch die Preise für die Solaranlagen gesunken.
Attraktiv als Geldanlage sind Solaranlagen auf dem Dach, weil der Staat eine langfristige Abnahme des Sonnenstroms zu festen Preisen garantiert: Die Energie wird in das Stromnetz eingespeist und der örtliche Stromanbieter ist verpflichtet, 20 Jahre lang eine feste Vergütung zu zahlen. Das sind ab 1. Juli 34,05 Cent pro Kilowattstunde - 13 Prozent weniger als bisher. Für Solaranlagen, die ab dem 1. Oktober in Betrieb gehen, sinkt die Vergütung auf 32,88 Cent pro Kilowattstunde. Zum 1. Januar 2011 erfolgt eine weitere Kürzung nochmals um neun bis 13 Prozent.
Wie "Finanztest" unter Berufung auf den Bundesverband Solarwirtschaft berichtet, mussten Verbraucher für eine Komplettanlage im Frühjahr 2010 aber nur noch rund 2900 Euro pro Kilowatt Leistung ausgeben. Das seien fast 30 Prozent weniger als noch zu Beginn des Jahres 2009. Zwar hätten die Kürzungspläne der Bundesregierung einen Nachfrageboom ausgelöst und den Preisverfall zunächst gebremst, nun sei jedoch wieder mit sinkenden Kosten zu rechnen.
Die Experten weisen allerdings darauf hin, dass Anlagenbetreiber mit jährlichen Betriebskosten wie Ausgaben für Wartung und Reparaturen von 1,0 bis 1,5 Prozent des Anschaffungspreises rechnen müssten. Auch Kosten für eine geeignete Haftpflichtversicherung kommen demnach hinzu. Das sollte Interessierte der Zeitschrift zufolge jedoch nicht abschrecken: Denn durch einen hohen Eigenverbrauch lässt sich den neuen Regelungen zufolge die Rendite weiter steigern.
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