Smart Meter: Attacken auf Stromversorgung möglich
Berlin - Wie in einem Geisterhaus könnten sich elektrische Geräte auf einmal selbstständig ein- und ausschalten. Eine der Hauptfunktionen von Smart Metern ist das Steuern der Geräte, um Stromverbrauch und -kosten zu optimieren. Doch die intelligenten Zähler sind anfällig für Online-Attacken.
Die Einführung elektronischer Stromzähler birgt nach Ansicht des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar ein Sicherheitsrisiko. "Ein Angreifer aus dem Netz könnte im Extremfall die Kontrolle über die Stromversorgung an sich reißen", sagte Schaar im Interview mit der Wochenzeitung "Der Freitag".
Die "Smart Meter" genannten intelligenten Stromzähler sollen ab 2013 in Neubauten Pflicht werden. Sie informieren den Netzbetreiber über den Stromverbrauch eines Haushalts. Die Zähler sind ständig online, was sie anfällig für Computerkriminelle macht. Diese könnten in die Stromzähler eindringen und sie so manipulieren, dass der Stromverbrauch schlagartig ansteigt und das Netz zusammenbricht.
Schaar stört außerdem, dass Netzbetreiber abhängig von der Stromproduktion in Haushalten Geräte ein- und ausschalten können. Verbrauchern müsse die letzte Kontrolle über ihre Daten und die Einstellungen der Zähler zustehen.
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